Aryzta steigert den Umsatz um einen Fünftel

Im Bilanzjahr 2022/23 hat der Schweizer Backwarenkonzern einen Umsatz über 2 Milliarden Franken erreicht. Was allerdings auch mit der Teuerung zu tun hat.

2.10.2023
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Aryzta-Produktionsbetrieb im deutschen Eisleben | Bild: PD
Der Backwarenkonzern Aryzta hat im Geschäftsjahr 2022/23, das bis Ende Juli berechnet wurde, mit 2,1 Milliarden Euro einen um über 20 Prozent höheren Umsatz erreicht. Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kam auf 270 Millionen Euro zu stehen – ein Anstieg um über 50 Prozent.
Der grösste Teil des Verkaufszuwachses ging auf das Konto von Inflation respektive Preiserhöhungen (18,2 Prozent), während lediglich 3,5 Prozent einem grösseren Verkaufsvolumen zuzuschreiben sind. Im letzten Quartal stagnierte der Absatz mengenmässig.
Das Aryzta-Management um CEO Urs Jordi erklärt die steigenden Gewinne mit «Portfolio-Optimierung mit Fokus auf profitableres Volumen, das Timing von Kunden, Werbeaktivitäten und einmalige, unvorhergesehene QSR-Lieferänderungen in Europa». Für den Rest des Jahres sei der Volumenausblick positiv.

Geschäftsjahr wird an Kalenderjahr angeglichen

Über die Detailhandelskanäle wurden 53 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt, im Bereich Foodservice 28 Prozent und über den Kanal QSR («Quick Service Restaurants», also Fastfood-Gastronomie) 19 Prozent. Alle Vertriebskanäle hätten ein erhebliches organisches Wachstum zwischen 20 und 25 Prozent und mehr gezeigt, schreibt Aryzta.
Das Unternehmen kündigt an, das laufende Geschäftsjahr bis Dezember 2023 zu verlängern, um es an das Kalenderjahr anzugleichen. Daher werde der Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2023 den verlängerten 17-monatigen Zeitraum bis Dezember 2023 abdecken, wenn er im März 2024 veröffentlicht wird.
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