50:50: Henkel will Geschlechterparität auf allen Management-Ebenen

Rekrutierung, Schulung, Arbeitszeit-Modelle: Schon 2025 will der Konsumgüter-Konzern neue Verhältnisse im gesamten Kader.

20.05.2022
image
Oberste Frau des Familienkonzerns: Simone Bagel-Trah | Bild: © Jahr Henkel AG & Co. KGaA.
  • non-food
  • industrie
  • henkel
  • hr
Der Mutterkonzern von Marken wie Schwarzkopf, Persil und Pritt will innert drei Jahren ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Management – und zwar über alle Ebenen. Ein Aktionsplan soll Henkel dazu verhelfen, dass der Anteil der Frauen sowohl im Top-Management als auch im mittleren und unteren Management spätestens 2025 gleich ist.
«Es liegt in unserer Verantwortung, allen Menschen den gleichen Zugang zu Chancen zu ermöglichen und dabei alle Diversity-Dimensionen zu berücksichtigen», lässt sich CEO Carsten Knobel zitieren. «Wir sind davon überzeugt, dass Geschlechtervielfalt eine entscheidende Rolle für unseren zukünftigen Geschäftserfolg spielt.»

«Ehrgeiziges Ziel»

Derzeit liegt der Anteil von Frauen in Henkel-Führungspositionen bei 38 Prozent – sowohl global als auch im Heimmarkt Deutschland.
«Wir haben gute Fortschritte erzielt, aber es muss noch mehr getan werden», sagt Sylvie Nicol, die oberste HR-Chefin von Henkel. «Ein Verhältnis von 50:50 Frauen und Männer über alle Management-Ebenen hinweg zu erreichen, ist ein wirklich ehrgeiziges Ziel. Doch wir sind fest entschlossen, unsere Bemühungen mit konkreten Programmen und Maßnahmen zu beschleunigen.»

Mehr Job-Sharing

Derzeit besteht die Henkel-Konzernleitung aus fünf Männern sowie Personal-Vorständin Sylvie Nicol. Anders die Verhältnisse im Aufsichtsrat: Unter den 16 Mitgliedern sind 7 Frauen, darunter Präsidentin Simone Bagel-Trah.
Was also tun? Henkel plant verstärkt eine «geschlechtergerechte Rekrutierung und Gewinnung von Talenten, eine transparente, faire Beförderungs- und Nachfolgeplanung, intensive interne Weiterbildung zum Thema Vielfalt», so die Mitteilung, ferner Schulungen und Programme zum Thema Inclusion oder neue Arbeitsmodelle wie Job-Sharing.
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
1 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Auch interessant

image

Nestlé lauert auf Übernahme-Chancen

«Es ist eindeutig so, dass wir die grössten Chancen im Bereich kleiner und mittelgrosser Zukäufe sehen», sagt CEO Mark Schneider in einem Interview.

image

«Betriebsruhe»: Weleda macht Werke tageweise dicht

Die Naturprodukte-Firma will 400 Angestellte in der Schweiz und 800 in Deutschland phasenweise in die Ferien schicken.

image

Neue Besitzer für Schuhkette Reno

Die Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen weitergeführt werden. Hierzulande sind die neuen Besitzer alte Bekannte.

image

Nestlé steckt 100 Millionen in spanisches Werk

In Girona wird die Produktion von Einzeldosierkapseln der Marke Nescafé Dolce Gusto sowie von löslichem Kaffee ausgebaut.

image

H&M schafft Gratis-Retouren testweise ab

Jetzt prüft auch der schwedische Textil-Riese, ob Onlinekunden bereit sind, Rücksendungen selber zu berappen. Und erhofft sich dadurch Einsparungen.

image

Aryzta: Urs Jordi bleibt bis 2024 Konzernchef

In den letzten zwei Jahren bewies sich Urs Jordi beim Backwaren-Konzern als Sanierer. Das hat Folgen.