Amazon bremst Ausbau der Logistik in Europa

Mehrere Bauprojekte in Spanien werden zurückgestellt. In den USA werden zwei Lieferzentren geschlossen.

7.09.2022
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Logistikzenter von Amazon in den USA | Bild: PD Amazon
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Soeben hat Amazon für seinen Streaming-Dienst Prime Video die teuerste Serie ever produziert: Eine Milliarde kostet der Tolkien-Spass «Die Ringe der Macht» den US-Gemischtwartenladen. Doch wenn es um Investitionen in Ziegel und Mörtel geht, baut der Konzern zurück.
Laut dem «Amazon Watchblog» verzichtet das Unternehmen nun weltweit auf 42 Logistikbauten, die bereits bestehen oder im Bau sind. Pläne für 21 weitere Lieferzentren – davon mehrere in Europa – werden auf Eis gelegt. Quelle der News sind Statistiken der Logistik-Beratungsfirma MWPVL International.

Inflation lauert

Über die Gründe ist leicht zu spekulieren: Angesichts der rekordhohen Inflation in den USA (9 Prozent) und in Europa (10 Prozent) sind Verkaufsrückgänge programmiert. Um mehr Einnahmen zu generieren, schröpft Amazon deshalb zu Weihnachten bereits die Fremdhändler auf seiner Verkaufsplattform und erhöht die Preise für seinen Streamingdienst Prime Video.
Rasche Abhilfe schafft da auch die Rückstellung geplanter Investitionen – insbesondere in der Versandhandel-Logistik, wo derzeit kein exponentielles Wachstum zu erwarten ist.
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