Calida übernimmt Lingeriemarke in Miami

Mit dem Kauf von Cosabella zielt das Unternehmen aus Sursee auf den amerikanischen Markt.

19.05.2022
image
Italien für Amerikanerinnen: Model mit Cosabella-Produkten. | Bild: cosabella.com
Der Schweizer Lingerie- und Pijama-Hersteller Calida übernimmt die amerikanische Lingeriemarke Cosabella. Man wolle damit die Position im Kernsegment Unterwäsche und Lingerie ausbauen, so die Erklärung von Calida. Zudem soll der Deal den Weg ebnen, um die Marken Calida und Aubade in den Vereinigten Staaten zu lancieren.
Cosabella war 1983 von Valeria und Ugo Campello gegründet worden, einem italo-amerikanischen Ehepaar, das in der alten Heimat produzieren liess und den Amerikanern auch Wäsche mit Italianità nahebrachte; der Firmensitz befindet sich in Miami. Die Fusion mit Calida soll nun Cosabella aber auch die Türen zum europäischen Markt öffnen.

Stärkung des Online-Business

Der Kaufpreis wird mit 80 Millionen Dollar angegeben. Cosabella beschäftigt rund 50 Angestellte und setzte im letzten Jahr 29 Millionen Dollar um.
«Mit der Akquisition der starken Marke Cosabella fokussieren wir die Calida Group weiterhin auf ihr Kernsegment und stärken gleichzeitig das Online-Wachstum», lässt sich Calida-Verwaltungsratspräsident Hans-Kristian Hoejsgaard zitieren. Im Hintergrund steht, dass das luzernische Unternehmen Anfang 2022 seine Outdoormarke Millet Mountain Group verkaufte, um sich stärker aufs Kerngeschäft zu konzentrieren.
  • non-food
  • industrie
  • bekleidung
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
1 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Auch interessant

image

Hochdorf: Ein Rettungsanker aus Italien

Der Babyfood- und Nutrition-Konzern hat einen neuen Grossaktionär mit strategischen Plänen.

image

L’Oréal: Neuer General Manager für deutschen Sprachraum

Jean-Christophe Letellier übernimmt von Kenneth Campbell die Geschäftsführung von L'Oréal Österreich, Deutschland und Schweiz.

image

Lauwarmer Jahrestart 2024 für Nestlé

Der Konzern musste im ersten Quartal eine Umsatzdelle hinnehmen. Dank Preiserhöhungen gab es dennoch ein organisches Wachstum. Nestlé bleibt optimistisch und bestätigt die Ziele.

image

Hochdorf hofft auf Verkauf von Swiss Nutrition

Der Milchverarbeiter kommt bei der Suche nach einem Investor nicht weiter und will sich nun auf dem Verkauf der Tochtergesellschaft HSN konzentrieren.

image

Aryzta stagnierte im ersten Quartal

Der TK-Backwarenkonzern aus Schlieren sieht es positiv: Die Prognosen erwiesen sich als korrekt, die Verschuldung kann weiter abgebaut werden.

image

Nestlé bekommt neuen Europa-Chef

Der CEO der Zone Europa, Marco Settembri, geht in Pension. Sein Nachfolger wird Guillaume Le Cunff, aktuell CEO von Nespresso.