Lego bleibt beim Plastik – also beim Öl

Der Spielwaren-Konzern wird seine Steine und Figuren nun doch nicht aus rezykliertem PET herstellen.

25.09.2023
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Der Weg in die Zukunft ist noch weit: Star-Wars-Figur von Lego. Bild: Marius Haakestad on Unsplash von: on Unsplash
Vor zwei Jahren lancierte Lego ein Projekt, das die bunten Steine, Würfel und Figuren auf eine neue Grundlage stellen sollte: Statt aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) sollten die Legos künftig aus rezykliertem PET bestehen. Denn ABS wird aus Erdöl gewonnen, es ist umwelttechnisch also eher unerfreulich; und doch bestehen die Lego-Produkte zu 80 Prozent daraus.
Wie CEO Niels Christiansen nun der «Financial Times» verriet, hat sich Lego von der PET-Idee verabschiedet. Das Management des weltgrössten Spielkonzerns in Billund sei zum Schluss gekommen, dass die neue Lösung übers Ganze gesehen einen höheren CO2-Ausstoss nach sich ziehen würde als die herkömmliche Technologie mit ABS.
Denn zu berücksichtigen, so Christiansen, wäre beispielsweise auch der Fussabdruck all der Maschinen gewesen, die zur Produktion neu angeschafft werden müssten.
Lego arbeite nun daran, den Ölbedarf beim ABS zu senken; derzeit benötigt man 2 Kilo Petroleum, um ein Kilo Lego-Plastik zu erhalten. «Wir haben hunderte und hunderte Stoffe gestestet», zog der Lego-CEO in der FT ernüchtert Bilanz: «Es war schlicht nicht möglich, so ein Material zu finden.»
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