Espresso für die Füsse: Nespresso bringt Turnschuhe aus Kaffeesatz

Das Recycling-System der Kaffeekapsel-Konzerns erreicht die nächste Stufe. Zumindest vorübergehend.

10.05.2022
letzte Aktualisierung: 8.09.2022
image
12 Tassen Espresso = 1 Schuh: Nespresso-Sneaker | Bild: PD
  • industrie
  • non-food
  • sport
  • nestlé
  • esg
Kaffeesatz zu Turnschuhen: Die Idee mag zuerst wie ein bekiffter Hippiescherz tönen. Aber Sie können das Produkt bereits kaufen. Denn Nespresso hat sich mit der (notabene ziemlich hippen) Sneaker-Marke Zéta Shoes zusammengetan. Und gemeinsam bringen der welsche Kaffeekapsel-Konzern und das französische Mode-Startup einen Schuh auf den Markt, der aus Überresten des Kapsel-Recycling-Systems besteht.
Konkret: Der Aussschuss von etwa 12 Tassen Kaffeesatz wird jeweils im Kunst-Oberleder sowie den Sohlen eines neuen Turnschuhs verarbeitet.

Limited Edition

Es handelt sich um eine Limited Edition, und dabei geht es Nespresso beim Recykling-Schuh wohl stark um einen bestimmten Appeal und ums Branding – what else?
«Internet-Suchen nach nachhaltigen Marken stiegen in den letzten fünf Jahren um über 45 Prozent an», erklärt das Nespresso-Management in der Mitteilung zur Lancierung. «Denn die Konsumenten sind sich zunehmend bewusst, welchen Fussabdruck ihr Kleiderschrank in der Umwelt hinterlässt.»
image
Zur Verkleinerung des ökologischen Fussabdrucks: Nespressosneakers. | PD
Zéta, lanciert 2020 in Bordeaux, hat sich genau darauf spezialisiert. Bislang brachte die – von einer damals 23-jährigen Business-School-Absolventin gegründete – Firma weisse Turnschuhe auf den Markt, deren Oberfläche aus Abfällen der Weinherstellung im Bordelais, deren Sohlen aus recyklierten Pet-Flaschen aus dem Atlantik und deren Innensohle aus Kork gemacht werden – hergestellt in Portugal.
Imagefilm zur Lancierung des Nespresso-Zéta-Schuhs «Re:Ground».

Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
1 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Auch interessant

image

Nestlé lauert auf Übernahme-Chancen

«Es ist eindeutig so, dass wir die grössten Chancen im Bereich kleiner und mittelgrosser Zukäufe sehen», sagt CEO Mark Schneider in einem Interview.

image

«Betriebsruhe»: Weleda macht Werke tageweise dicht

Die Naturprodukte-Firma will 400 Angestellte in der Schweiz und 800 in Deutschland phasenweise in die Ferien schicken.

image

Neue Besitzer für Schuhkette Reno

Die Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen weitergeführt werden. Hierzulande sind die neuen Besitzer alte Bekannte.

image

Nestlé steckt 100 Millionen in spanisches Werk

In Girona wird die Produktion von Einzeldosierkapseln der Marke Nescafé Dolce Gusto sowie von löslichem Kaffee ausgebaut.

image

H&M schafft Gratis-Retouren testweise ab

Jetzt prüft auch der schwedische Textil-Riese, ob Onlinekunden bereit sind, Rücksendungen selber zu berappen. Und erhofft sich dadurch Einsparungen.

image

Aryzta: Urs Jordi bleibt bis 2024 Konzernchef

In den letzten zwei Jahren bewies sich Urs Jordi beim Backwaren-Konzern als Sanierer. Das hat Folgen.