Tabak: BAT schliesst seine Fabrik in der Schweiz

Die Zigaretten-Herstellung soll aus dem Jura in andere europäische Werke verlagert werden.

27.10.2022
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Symbolbild von: Mathew MacQuarrie on Unsplash
Die Fabrik von British American Tobacco in Boncourt wird geschlossen. Dies gab die Regierung des Kantons Jura bekannt, nachdem sie heute über ein entsprechendes Konsultationsverfahren informiert worden war. BAT veröffentlichte kein Communiqué dazu.
Laut den Angaben aus Délémont will der Tabakkonzern die Produktion aus der Schweiz auf andere europäische Standorte verlagern.
BAT beschäftigt in Boncourt rund 220 Personen, davon etwa die Hälfte als Grenzgänger aus Frankreich. Insgesamt zählt der hiesige Ableger des Tabakkonzerns 360 Angestellte, die teils auch am Länder-Marketingsitz in Lausanne arbeiten.

«Erhebliche Auswirkungen»

Angesichts der historischen Bedeutung des Unternehmens gingen die Erwartungen des Kantons an die soziale Umsetzung «natürlich über das strikte gesetzliche Minimum hinaus», kommentiert die jurassische Regierung.
Und weiter: «Die geplante Abbau eines der grössten Steuerzahler stellt die jurassischen Behörden vor neue grosse finanzielle Herausforderungen. Er wird auch erhebliche Auswirkungen auf viele Unternehmen in der Region haben.»
Der Grosskonzern BAT war indirekt in den Kanton Jura gelangt: Das Unternehmen mit Sitz in London – Umsatz heute: rund 35 Milliarden Dollar – fusionierte 1999 mit Rothmans International, das seinerseits 1996 den jurassischen Zigaretten-Familienbetrieb F.J.Burrus («Parisienne») übernommen hatte.
  • Siehe auch: Auslöser Energiepreise – Mineralquelle Zurzach wird geschlossen.

  • tabak
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  • konjunktur
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