Givaudan nutzt künstliche Intelligenz in der Duftherstellung

Erstmals lanciert der Riechstoffhersteller einen «Mensch-Maschine-Co-Creation-Service», der auf künstlicher Intelligenz basiert.

19.10.2022
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Bild: PD Givaudan
Parfümherstellung ist auch nicht mehr, was sie einst war. Heute kann sie mittels künstlicher Intelligenz, mit Daten aus dem Internet unterfüttert und über einen Touchscreen ausgeführt, in fünf Schritten passieren. Givaudan, der Genfer Riechstoffherstellert, hat sich dazu mit Tmall, einer im B2C-Segment tätigen Tochter des chinesischen Kommerzriesen Alibaba, zusammengetan, wie der Konzern berichtet.
Der chinesische Partner Tmall bringt für das Projekt mit Namen «Creatogether» die im Alibaba-Universum gesammelten Daten ein, Givaudan seine Erfahrung in der Kombination von Duftstoffen. So sollen in Zukunft (chinesische) Konsumenten – beziehungsweise Start-up-Parfümeure – in kurzer Zeit ihr eigenes Duftsortiment kreieren können.

In 5 Schritten zur Duftkollektion

«Creatogether» werde eine Art «Mensch-Maschine-Co-Kreation» von Riechstoffen ermöglichen. Und das «in nur fünf Schritten»:
  1. Kreative Ideenfindungsphase einschliesslich eingehender Recherche und Analyse.
  2. Olfaktorisch-visuelle Exploration.
  3. Digitale Riechstoff-Co-Creation mittels KI-basierter Instant-Sampling-Technologie.
  4. Vorlage eines vermarktungsfähigen Riechstoffs.
  5. Validierung des neuen Produkts, Einführungsstrategie und Marketingplan.
Zwei Fragen bleiben dabei unbeantwortet: Wer soll dann die neuen Düfte kaufen, wenn doch bald jeder seine eigene Parfümkollektion in kurzer Zeit und zu geringen Kosten für den Markt entwickeln kann? Und wie soll der Konsument all die neuen, mit künstlicher Intelligenz generierten Parfümkreationen ausprobieren?
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