Warum Reckitt Benckiser diese Bilder verschenkt

Ein weiterer Konsumgüter-Konzern plädiert für mehr Echtheit in der Werbung. Und will andere dazu animieren.

21.07.2022
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Der Vorreiter war bekanntlich Unilever respektive Dove mit der Kampagne «Real Beauty». Das letzte Beispiel war Victoria's Secret mit der Aktion «VSNow». Und das ganz aktuelle Beispiel kommt von Reckitt Benckiser: «As Real As It Gets», lautet der neue Anspruch des britischen Konsumgüter-Konzerns.
Auf Deutsch: Das Mutterhaus von Marken wie Clearasil, Calgon, Cillit Bang, Durex, Veet und Woolite will junge Menschen authentischer präsentieren. Und dafür entwickelt es «zeitgemässe Leitlinien für die zukünftige Erstellung von Werbematerialien, zunächst für die Marken Durex und Veet», so die Mitteilung.

Wir schon, ihr auch

Reckitt bekennt sich also dazu, nur echte und ehrliche Bilder für Veet- und Durex-Kampagnen zu verwenden. Der Konzern geht aber noch einen Schritt weiter: Er will auch andere Unternehmen und Marken auf denselben Weg bringen. Um das zu unterstützen, öffnet Reckitt das für die Kampagnen geschaffene Bildmaterial: Wer will, kann es nutzen. Es ist greifbar auf der Stockfoto-Plattform EyeEm.
«Wir wollen bei Reckitt dazu beitragen, Problembewusstsein zu schaffen und Verhaltensänderungen herbeizuführen, die einen echten Unterschied für eine sauberere und gesündere Welt haben können – dazu gehört auch eine gerechtere und faire Gesellschaft, in der sich jeder wohlfühlt, offen auszudrücken, so wie er ist», sagt Julia Mellberg; sie ist Regional Marketing Director Health bei Reckitt in Deutschland.
Reckitt will sicherstellen, dass sich in seiner Kommunikation alle Menschen wiederfinden (und nicht nur Models); Diversity ist denn auch ein Kern-Anspruch der neuen Werbebild-Welt. Für die Entwicklung der entsprechenden Leitlinien arbeitet das Unternehmen mit drei Expertinnen und Experten zusammen.
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