Vetropack 2022: Weniger Volumen, mehr Umsatz

Der Verpackungskonzern wurde wegen einer Werkschliessung in der Ukraine bei der Produktion gebremst. Dank höherer Preise stieg der Umsatz dennoch.

14.03.2023
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Vetropack-Hauptsitz in Bülach (ZH) | Bild: PD Vetropack
Die Bülacher Vetropack-Gruppe hat 2022 mit 5,3 Milliarden Stück Verpackungsglas rund 10 Prozent weniger produziert als im Vorjahr. Verantwortlich dafür waren die fehlenden Kapazitäten eines Werks in der Ukraine nach einem russischen Angriff.
Die konsolidierten Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen stiegen dennoch um 10 Prozent auf 900 Millionen Franken (2021: 817 Millionen). Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug die Steigerung 17 Prozent, was – angesichts der tieferen Absatzmenge – die hohen Energiezuschläge widerspiegle, schreibt Vetropack in einer Medienmitteilung.
Der Konzerngewinn der Unternehmensgruppe beträgt 40,7 Millionen Franken und liegt damit klar unter dem Vorjahr (63,8 Millionen). Allerdings musste Vetropack infolge Kriegsschäden in der Ukraine eine Wertberichtigung von 31,4 Millionen Franken vornehmen.

Weiterhin hohe Nachfrage

Die Branche in Europa erwarte weiterhin eine hohe Nachfrage nach Verpackungsglas, schreibt der Konzern. Die Kapazitäten seien 2023 ausgelastet und die Lagerbestände per Anfang Jahr gering. Engpässe in der Logistikkette seien wie im letzten Jahr weiterhin wahrscheinlich.
«Für das Jahr 2023 ist mit steigenden Kosten für Energie, Betriebsmaterial und Personal zu rechnen.» Und so sei eine Preissteigerung im tiefen zweistelligen Prozentbereich zu erwarten.
Im Verlaufe des Jahres wird Vetropack den neuen Standort Boffalora in Italien eröffnen. Das Werk wird eine zusätzliche Produktionskapazität von 7 Prozent schaffen.
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