Werbeverbote für Fleisch breiten sich in Holland weiter aus

Nach Haarlem im letzten Jahr canceln nun auch die Städte Utrecht und Bloemendaal Werbung für Fleisch und Milchprodukte.

7.11.2023
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Weihnachtswerbung in Utrecht | Bild von: on Unsplash
Haarlem preschte im letzten Jahr vor und verbat als erste Stadt in Holland – und wohl weltweit – Werbung für Fleisch und Milchprodukte aus Nachhaltigkeitsgründen. Nun ziehen Utrecht (270'000 Einwohner) und Bloemendaal (24'000 Einwohner) nach.
Auf öffentlichen Plakatwänden, Postern und anderen von der Gemeinde verwalteten Werbeflächen soll ab 2024 keine Produktwerbung für diese Lebensmittel erlaubt sein. Auch Werbeverbote für Alkoholkonsum und Glücksspiel im öffentlichen Raum hätten eine breite Unterstützung gefunden, schreibt das holländische Newsportal «AD».
Die Stadträte der beiden Städte hiessen entsprechende Anträge der Grünen-Partei GroenLinks am letzten Donnerstag gut. Auch die Provinz Nordholland hat sich inzwischen für ein Werbeverbot für Fleisch, Fisch (und fossile Produkte) ausgesprochen.
In der Schweiz erregte die NGO im Mai 2023 mit ihrer Forderung nach einem Verbot von steuerfinanzierter Werbung und von Detailhandelswerbung für Fleisch, Milchprodukte und Eier Aufmerksamkeit. Mit «manipulativen Techniken» werde der Konsum von Tierprodukten als Nahrungsmittel gerechtfertigt und angeheizt, so das Argument von Greenpeace (mehr dazu hier).
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