2022 landeten 500 Tonnen im Plastik-Recyclingsack der Migros

Dadurch konnte eine halbe Million Liter Erdöl in der Verpackungsherstellung eingespart werden.

11.04.2023
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Migros-Plastik-Recykling-Sack  |  PD
Seit 2022 kann man bei der Migros Plastikabfälle in einem grünen Sammelsack in die Filialen zurückbringen – zumindest in der Zentralschweiz, im Kanton Freiburg sowie in den Städten Lausanne und Zürich.
Nun gibt das Unternehmen ein Fazit dazu: Danach wurden im letzten Jahr 510 Tonnen Plastik auf diesem Weg eingesammelt. Laut Angaben des «Migros-Magazins» wurden dadurch 540'000 Liter Erdöl eingespart – dies weil auf 270 Tonnen Neumaterial verzichtet werden konnte.

0,7 Promille des gesamten Plastikabfalls

Gemäss den aktuellsten Angaben des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) werden in der Schweiz alljährlich 80'000 Tonnen Kunststoffabfälle dem Recycling zugeführt – weitere 650'000 Tonnen landen in der Kehrrichtverbrennung oder in Zementwerken. Der grüne Migros-Sammelsack trug demnach rund 0,6 Prozent zur Gesamtmenge des rezyklierten Kunststoffs in der Schweiz bei. Die 510 Tonnen machen rund 0,7 Promille des gesamten Kunststoffabfalls der Schweiz aus.
Das Hausblatt des Detaillisten zeigt nebenbei auch, wie kompliziert die Umstellung auf rezyklierbare Plastikverpackungen ist. Beschrieben wird die Umstellung einer Glacé-Verpackung auf reines Polypropylen: eine Voraussetzung, damit sie rezykliert werden kann. Dazu waren laut dem Artikel drei Jahre Forschungsarbeit nötig. Sobald genügend Sammelgut verhanden sei, werde der Glacebecher neu zu 100 Prozent aus rezykliertem Material hergestellt.

Sortierung in Österreich

Der Inhalt des Sammelsacks werde nahe der Schweizer Grenze, in Österreich, nach unterschiedlichen Kunststoffarten sortiert und komme dann grösstenteils nach Eschlikon (TG) zur InnoPlastics AG, wo er zu Granulat verarbeitet wird. Daraus werden etwa Flaschen für Reinigungsmittel oder Kabelrohre hergestellt. Als Lebensmittelverpackung darf das rezyklierte Plastik von Gesetzes wegen nicht verwendet werden.
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