Die gedämpfte Konsumlust trifft auch Orior

Das Mutterhaus von Marken wie Rapelli, Biotta und Fredag büsste insbesondere im Bereich Fleischveredelung ein. Wachstumspotenzial gibt es hingegen beim Reisegeschäft an den Flughäfen.

24.01.2024
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Internationales Casualfood-Konzept «Natural» von Orior | Bild: PD
Der Konzern aus Zürich wird wie auch andere Food-Verarbeiter von der eingeschränkten Konsumlust der Menschen in Europa getroffen: Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettoerlös von voraussichtlich 643 Millionen Franken.
«Damit verfehlt das Resultat 2023 sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA die Erwartungen sowie die Guidance», schreibt Orior in einer Mitteilung.
Ein Problem liegt vor allem in den steigenden Inputkosten – also bei steigenden Rohstoffpreisen, aber auch höheren Kosten in der Produktion und für die Logistik.
Abgefangen werden konnte diese Entwicklung nur durch höhere Preise. Dies hatte wiederum zur Folge, dass die Kunden auf günstigere Produkte bei Orior ausgewichen seien, hiess es.
Was sich wiederum auf die Marge auswirkte. «Gleichzeitig gelang es nicht, alle geplanten Wachstumspotenziale zu realisieren. Die Effekte haben sich zusammen mit einem verhaltenen Weihnachtsgeschäft gegen Ende Jahr akzentuiert»
  • Orior wuchs im ersten Halbjahr nur mässig
Besonders betroffen von der Entwicklung ist auch das Segment Refinement, also die Fleischveredelung, sowie die Plant-Based-Produkte: Obwohl die Salami-Marke Rapelli gut performte, ist der Bereich ingesamt eingebrochen. Hingegen erreichte das Segment Convenience – auch dank erfreulicher Entwicklung der Saftmarke Biotta – das Vorjahresniveau.
Orior konnte andererseits von der Reiselust der Menschen profitieren und im Gastronomiegeschäft an Flughäfen punkten. Die Orior-Tochter Casualfood betreibt an Flughäfen und Bahnhöfen verschiedenen Konzepte der Gasronomie.
Die Orior-Gruppe mit Sitz in Zürich beschäftigt knapp 2'000 Personen. Ihre Aktien sind an der Schweizer Börse SIX kotiert und breit gestreut; die grössten Aktionäre sind diverse Schweizer Banken und Fonds-Gesellschaften.
Das breit aufgestellte Food&Beverage-Unternehmen führt rund zwanzig Marken, aufgeteilt auf drei Divisionen respektive Segmente:
  • Convenience mit Fredag, Le Patron, Pastinella und Biotta.
  • Refinement mit Rapelli, Albert Spiess und Möfag.
  • Das Segment International mit den Kompetenzzentren Culinor Food Group und Casualfood sowie mit der Kommissionierungs- und Vertriebsplattform Spiess Europe.

  • convenience
  • fleisch
  • food
  • industrie
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