Hacker-Attacke gegen Cremo – die Milch fliesst trotzdem

Der Milchverarbeiter aus Villars-sur-Glâne wird von Internet-Erpressern erpresst. Die Produktion laufe aber weiter.

14.07.2022
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Heile Welt auf der Website von Cremo: Gar nicht friedlich ist es zurzeit für die IT-Abteilung | Bild: Cremo.ch
Migros, Emil Frey, Saurer, Comparis: Das sind nur vier von über 30 Unternehmen, die laut «Inside IT» zwischen April 2021 und Mai 2022 Opfer einer Ransomware-Attacke wurden. Die tatsächliche Zahl liegt um ein Vielfaches höher.
Nun hat es die Freiburger Cremo getroffen, laut Milchstatistik des Bauernverbandes der fünftgrosse Milchhändler und zweitgrösste Milchverarbeiter des Landes. Wie der «Nouvelliste» berichtet, fliesst die weisse Rohware dennoch weiter durch die Produktionsanlagen und wird zu Käse und Butter verarbeitet.

Zürcher Firma um 1,5 Millionen erpresst

Die Freiburger Polizei bestätigt den Datenklau gegenüber der Zeitung: «Eine Strafanzeige wurde erstattet, und die Ermittlungen sind im Gange.» Und Cremo-Generalsekretär Thomas Zwald liess via Keystone SDA verlauten, dass «die Piraten von uns Lösegeld gefordert haben».
Über die Summe ist nichts bekannt. Im April zahlte eine nach Mitarbeiterzahl etwa halb so grosse Firma in Zürich nach einer Erpressung durch Datenklau 1,5 Millionen Franken an die Hacker, so «Inside IT». Zunächst hätten die Cyberkriminellen 8 Millionen verlangt. Feilschen lohnt sich also vielleicht auch für Cremo.

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