Bühler, Givaudan und Cargill suchen Zukunfts-Food in den Tropen

In Brasilien starten die drei Konzerne ein Forschungs-Unternehmen für neuartige Lebensmittel und Getränke.

18.07.2022
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Computer-Darstellung des geplanten Tropen-Labors   |   Bild: PD Givaudan
  • food
  • industrie
Der Genfer Aromenkonzern Givaudan und der St. Galler Food-Technologie-Konzern Bühler arbeiten erneut zusammen: In Brasilien gründen sie ein «Tropical Food Innovation Lab». Mit dabei ist auch der amerikanische Food-Handelsriese Cargill.
Auf 1'300 Quadratmetern wollen die drei Unternehmen in Campinas (Bundesstaat São Paulo) nachhaltige Nahrungs- und Getränke-Produkte entwickeln, so die Mitteilung.

Givaudan, Bühler, Migros

Das «Lab» soll dabei als offene Plattform dienen, die auch Universitäten, Startups oder Forschungsfirmen den Zugang zu Technologien erleichtert und die Entwicklung von Prototypen ermöglicht.
Die Anlage soll im ersten Quartal 2023 fertiggestellt werden. Geplant sind Labors und eine Demoküche,  «wo Konsumenten, Lebensmittel- und Ernährungswissenschaftler, Köche, Mixologen und Vermarkter sowie andere Fachleute zusammenarbeiten werden, um nachhaltige neue Produkte zu entwickeln», so das Communiqué weiter.
Im September 2021 hatten Givaudan und Bühler bekannt gegeben, dass sie mit der Migros in Kemptthal einen «Cultured Food Innovation Hub» starten: Das Dreier-Joint-Venture soll in einer Pilotanlage die Gewinnung von kultiviertem Fleisch, kultiviertem Fisch und Meeresfrüchten sowie Präzisionsfermentation vorantreiben; auch im Teamwork mit allerlei anderen Unternehmen
  • Zum Thema: Zwei Projekte, ein Ziel: Fleischersatz aus der Brauerei. Bühler und Bitburger wollen aus Bierabfällen neuartige Nahrungsmittel schaffen.
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