Möchten Sie, dass das Bier künftig so kommt?

Carlsberg startet heute einen Markttest: Es liefert erstmals Bier in einer biologisch abbaubaren Fasern-Flasche.

22.06.2022
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Die «Fibre Bottle» von Carlsberg   |   Bild: PD
Der drittgrösste Brauerei-Konzern der Welt offeriert erstmals Bier in der Fibre Bottle. Konkret werden 8'000 solcher biologisch abbaubaren Flaschen in acht westeuropäischen Märkten in den Verkauf gebracht – in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Grossbritannien, Polen, Deutschland und Frankreich.
Gestreut wird das Produkt bei ausgewählten Festivals und Veranstaltungen sowie mittels gezielter Produktproben. Die Reaktionen sollen dann in die nächste Generation des Designs einfliessen.
Die neue Fasern-Flasche enthält im Inneren eine pflanzliche PEF-Polymerauskleidung, hergestellt aus natürlichen Rohstoffen. Das Material lässt sich in die heutigen Recycling-Systeme einspeisen – und falls das nicht geschieht, ist es vollständig in der Natur abbaubar. Laut Angaben von Carlsberg schützt die PEF-Verpackung den Geschmack und die Spritzigkeit des Bieres besser als herkömmlicher PET-Kunststoff.

Kann gut kühl halten

Die Aussenhülle der Flasche wiederum besteht aus nachhaltig gewonnener Holzfaser. Sie hilft mit, das Bier kalt zu halten – und kann dies offenbar besser als die alten Dosen und Glasflaschen.
«Dieses Pilotprojekt dient einem grösseren Zweck, indem es die Produktion, Leistung und das Recycling dieses Produkts in grossem Massstab testet», sagt Stephane Munch, Carlsbergs Vizepräsident für Group Development, zum Test.
Und auch der Inhalt der Test-Flaschen ist leicht verändert: Zusammen mit dem Gerstenmalzlieferanten Soufflet hat Carlsberg dafür ein Bier mit vollständig biologisch und regenerativ angebauter Gerste gebraut. Die Methoden, mit denen diese Gerste bewirtschaftet wird, sollen unter anderem die Artenvielfalt der Ackerflächen verbessern.
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