Detailhändler rufen zum veganen und alkoholfreien Januar auf

Lidl stellt für «Veganuary» oder «Dry January» die passenden Produkte bereit. Dabei verdient der Detailhändler an den höheren Margen mit.

28.12.2023
image
Vegane Ecke bei Lidl Schweiz. Bild: ZVG.
Wie immer kommen am Ende des Jahres die Neujahrsvorsätze. Ein All-time-Favorit ist das folgende Motto: Weniger Fleisch essen und weniger Alkohol trinken. Nach den zahlreichen Festessen und Apéros in der Adventszeit schlägt das schlechte Gewissen zurück. Im 2024 könnte dieses Vorhaben noch höher ausfallen, da der Trend zu pflanzlichen Produkten und nicht-alkoholischen Spirituosen anhält.
Schweizer Detailhändler wie Lidl Schweiz wollen von diesen Neujahrsvorsätzen profitieren: In Form von Sonderaktionen rückt Lidl Schweiz «die weltweiten Bewegungen ‘Dry January’ und ‘Veganuary’ in den Fokus», wie der Detailhändler in einer Mitteilung schreibt. «Wir nehmen ein deutliches Interesse an Aktionsthemen wie «Veganuary» und «Dry January» wahr», sagt Andreas Zufelde, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Schweiz.

Weniger als 20 Prozent pflanzlich

Dabei wolle Lidl Schweiz rund 40 zusätzliche vegane und vegetarische Produkte ins Sortiment nehmen, heisst es vom Detailhändler. Dabei soll auch der Anteil an pflanzlichen Proteinquellen in den Produkten zunehmen.
Aktuell bewege sich Lidl Schweiz in einem Verhältnis von 16 Prozent pflanzlich zu 84 Prozent tierisch. Molkereiprodukte wurden anders erhoben und belaufen sich auf fünf Prozent pflanzlich zu 95 Prozent tierisch.

Margen sind höher

Pflanzliche Produkte sind aber nach wie vor teurer - zumindest gemäss Statistiken in Deutschland: Beim Vergleich von pflanzlichen und tierischen Produkten im Sortiment deutscher Einzelhändler ist ein veganer Warenkorb 25 Prozent teurer als ein herkömmlicher, wie Statista in einer Erhehung von ProVeg Deutschland aufzeigt. Mit 35 Prozent Preisunterschied steht Lidl in Deutschland an der Spitze.
Auch die Margen für pflanzliche Produkte fallen je nach Detailhändler markant höher aus als bei ähnlichen Produkten auf tierischer Basis. Grund dafür sind die Herstellungskosten, die Rohstoffpreise und auch die wegfallenden Subventionen.
image
Quelle: Statista
Beim Alkohol würden sich «alkoholfreie Spirituosen» zunehmender Beliebtheit erfreuen, heisst es von Lidl Schweiz. So stellt der Discounter in den nächsten Wochen ein zusätzliches Angebot an alkoholfreien Captain Morgan, Gordon’s Gin und Tanqueray Gin in seine Regale.
    Artikel teilen

    Loading

    Comment

    Home Delivery
    1 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

    oder

    Auch interessant

    image

    Drogerieriese Rossmann kommt in die Schweiz

    Der Markteintritt des zweitgrössten Drogisten-Konzerns in Europa soll im Winter erfolgen.

    image

    Läderach: Neue Chefinnen für Marketing, HR, Kommunikation

    Damit wird auch die Geschäftsleitung des Glarner Schokolade-Spezialisten erweitert.

    image

    Nestlé: Eigene Marke für Wegovy-Nutzer

    Die Produkte der Marke «Vital Pursuit» sollen den Kunden von Appetitzüglern zu wichtigen Nährstoffen verhelfen.

    image

    Auch Emmi versenkt den Nutri-Score

    Erst kürzlich sollte das Ampelsystem noch per Gesetz durchgedrückt werden. Jetzt wirkt es zunehmend ungeniessbar.

    image

    Migros stellt Food Now ein, Alfies schluckt Stash

    Die Bereinigung im Schweizer Delivery-Business geht weiter.

    image

    Ricola meldet weiteren Umsatzrekord

    Der Umsatz des Kräuterbonbon-Herstellers wuchs 2023 zweistellig. In den USA sei man nun Marktführer bei den Hustenbonbons.