Deutsche Food-Industrie kann Teuerung knapp auffangen

Die Umsätze lagen im zweiten und dritten Quartal um rund 20 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Preise allerdings auch.

19.12.2022
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Bild: Arno Senoner on Unsplash von: on Unsplash
Die deutsche Nahrungsmittel-Industrie erwirtschaftete im zweitem Quartal 2022 knapp 54 Milliarden Euro; gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal bedeutet dies ein Plus von fast 20 Prozent.
Der Hauptfaktor war dabei allerdings die Preisentwicklung im In- und Ausland: Wie die Bundesvereinigung der deutschen Ernähungsindustrie schreibt, stieg der preisbereinigte Absatz lediglich um 0,2 Prozent.
Das Inlandsgeschäft entwickelte sich deutlich besser: Bei Verkaufspreisen von plus 18,5 Prozent gab es einen nominalen Umsatz von plus 21,4 Prozent – beziehungsweise ein preisbereinigtes Absatzplus von 2,4 Prozent.
  • Quelle: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, «Konjunkturbericht der Ernährungsindustrie 02|2022», Dezember 2022.
Dagegen setzte es im Auslandsgeschäft eigentlich einen Rückgang der Verkäufe. Konkret: Bei Verkaufspreisen von plus 21,8 Prozent und einem nominalen Umsatzplus von 17,2 Prozent lässt sich ein Absatzverlust von minus 3,7 Prozent errechnen (jeweils im Vorjahresvergleich).
Wie der Bericht zudem andeutet, schwächelte das Exportgeschäft im dritten Quartal «weiterhin deutlich». Zwar wuchs der Export nominal um knapp 17 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro, der Absatz entwickelte sich jedoch bei Verkaufspreisen von 24 Prozent mit minus 5,8 Prozent deutlich rückläufig.
Das Inlandgeschäft verbuchte bei steigenden Verkaufspreisen von plus 21,2 Prozent einen nominalen Zuwachs von 22,8 Prozent. Der Absatz entwickelte sich leicht positiv mit plus 1,3 Prozent.
Mit einem erwirtschafteten Gesamtumsatz von 56,6 Milliarden Euro stieg das Ergebnis nominal um 20,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an, während der preisbereinigte Absatz um 1,2 Prozent sank.
  • food
  • industrie
  • konjunktur
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