Deutschlands Lebensmittel-Industrie leidet unter Export-Flaute

Die Food-Hersteller sind in einer Zwickmühle: Die Beschaffungskosten können nur begrenzt weitergegeben werden.

30.08.2022
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Bild von: Markus Spiske on Unsplash
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Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2022 einen Umsatz von 103 Milliarden Euro. Das waren 16 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Allerdings steckt im Anstieg vor allem viel Inflation. Preisbereinigt ergibt sich für den Vergleichszeitraum bloss ein minimes reales Plus von 0,8 Prozent.
Dies meldet der Branchen-Dachverband BVE, dem neben 17 Fachorganisationen auch 51 Unternehmen angehören.
Der Umsatz im Inland machte 67 Prozent des Gesamtumsatzes aus; hier stieg der nominale Wert von Januar bis Juni 2022 um 17 Prozent. Das reale Umsatzwachstum im Inland betrug knapp 3 Prozent.
Beim Export setzte es für die deutschen Food-Produzenten einen Dämpfer: Das nominelle Umsatzplus betrug zwar 12 Prozent, real aber setzte es einen Rückschlag von knapp 5 Prozent. «Die Exportquote konnte nicht ausgebaut werden und Markterschliessungen in chancenreichen Drittländern gerieten ins Stocken», resümiert die BVE.
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Entsprechend sei die Stimmung «deutlich gedämpft». Mehrheitlich seien die Konjunkturerwartungen bescheiden, meldet die Bundesvereinigung weiter – dies wegen dem enormen Kostendruck, den unsicheren Aussichten bei der Energieversorgung, den überlasteten Lieferketten sowie den eingetrübten Exportaussichten.
Das Problem dabei: Die Verkaufspreissteigerungen spiegeln keineswegs das Ausmass der Kostensteigerungen in den Betrieben. Die Preiserhöhungen bei Agrarrohstoffen und Energie kommt laut den BVE-Experten nur teilweise bei den Konsumenten an.
Weitere Preiserhöhungen in der zweiten Jahreshälfte könnten bei dieser Lage nicht ausgeschlossen werden. .
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