Bericht: Die Food-Konzerne erreichen ihre Klimaziele nicht

Eine neue Studie zeichnet ein trübes Bild: Die schönen Versprechen nach dem Pariser Klimaabkommen lassen sich kaum erfüllen.

21.06.2022
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Bild von: Richard Gatley on Unsplash
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Die grossen Nahrungsmittel- und Getränkefirmen dieser Welt schaffen es nicht: Sie werden ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele von Paris (und ihre eigenen gesetzten Ziele) bis 2030 nicht erreichen. Zu diesem Schluss kommt ein Team der amerikanischen Beratungsfirma Alix Partners.
Es untersuchte erstens die Commitments der 235 grössten Food- und Beverage-Konzerne in Nordamerika, Europa, Nahost und Afrika; und zweitens die Entwicklung der Emissionen in den letzten Jahren. Und es kam dann zum Fazit, dass die Branche nicht genügend Fortschritte erzielt: «We don’t believe the industry is on track to meet its Paris Agreement goals», so das Verdikt.

Der Wurm steckt in der Lieferkette

In Zahlen: Laut den Kalkulationen von Alix Partners werden die untersuchten Konzerne ihren CO2-Fussabdruck zwischen 2019 und 2030 um 29 Prozent verkleinern, wenn der jetzige Weg fortgeführt wirde. Dies im Gegensatz zu einer 38prozentigen Verringerung, zu der sie sich verpflichtet haben (beziehungsweise die ihnen durch die Ziele des Pariser Klimaabkommens nahegelegt wurde).
Noch nüchterner sind die Fakten, sie besagen: Seit 2019 sank der durch Food- und Beverage-Konzerne verantwortete CO2-Ausstoss um lediglich 1 Prozent.
Der langsame Fortschritt ist laut Alix Partners erstens auf das komplexe Stakeholder-Umfeld zurückzuführen; zweitens fehlt es an Standards und klaren Lösungen. In ihren eigenen Betrieben und unter ihrer direkten Verantwortung fänden die Unternehmen zwar noch Lösungen; aber die grösste Herausforderung bestehe darin, den Anteil bei den vorgelagerten CO2-Emissionen zu senken – also in der Lieferkette.
  • Mehr, H/T: «Food majors to miss 2030 carbon-cutting goal, study claims», in: «Just Food», Juni 2022.

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