Dieses Produkt ist im Wiederverkauf schöner als neu

Der Appenzeller Gurt hält ewig – wenn es ein Original ist. Darum frischt ein Zürcher Unternehmen Secondhand-Exemplare auf und verkauft sie online.

20.11.2023
image
Reparatur eines Appenzeller Gurtes | Bild: PD
Heute erhalten alle mögllichen Konsumgüter ein zweites Leben: Kleider (wenn sie am Ende des Recyclingweges nicht auf einer Deponie landen), Elektronikgeräte (in tausend Teile zerlegt und eingeschmolzen), Möbel (leider meist als Brennstoff für die Kehrrichtanlagen).
Ein Appenzeller Konsum- und Kulturartikel ist allerdings seit Jahrhunderten mehr ein Investitionsgut, das man traditionell von Generation zu Generation weiterreicht: Der typische Gurt, verziert mit Kuh- und Blumenornamenten. Ihn gibt es auch für Hunde, die ebenfalls gerne die Modelle ihrer Vorgänger tragen. Denn kaputt zu kriegen sind die Ledergürtel kaum.
Neuerdings macht es sich das Zürcher Atelier Appenzeller Gurt zur Aufgabe, gebrauchte und nicht mehr ganz tadellose Appenzeller Gürtel aufzufrischen und neu anzubieten. Die Vintage-Angebote sind zwar nur rund 30 Prozent günstiger als neue Exemplare. Dafür tragen sie eine unbezahlbare Patina, die den robusten Lederaccessoires gut steht. Manche würden sagen: Secondhand hat der Appenzeller Gurt noch mehr Charakter. Und ähnlich wie Appenzeller Käse oder auch Menschen altert er recht gut.
    Artikel teilen

    Loading

    Comment

    Home Delivery
    1 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

    oder

    Auch interessant

    image

    Auch Emmi versenkt den Nutri-Score

    Erst kürzlich sollte das Ampelsystem noch per Gesetz durchgedrückt werden. Jetzt wirkt es zunehmend ungeniessbar.

    image

    Migros stellt Food Now ein, Alfies schluckt Stash

    Die Bereinigung im Schweizer Delivery-Business geht weiter.

    image

    Ricola meldet weiteren Umsatzrekord

    Der Umsatz des Kräuterbonbon-Herstellers wuchs 2023 zweistellig. In den USA sei man nun Marktführer bei den Hustenbonbons.

    image

    Cremo: Nochmals Verlust, Turnaround spätestens 2026

    Der Milchverarbeiter konnte den Umsatz letztes Jahr steigern – spürte aber auch den starken Franken.

    image

    Fenaco: Rückläufiger Umsatz, tiefere Margen

    Der Agrarkonzern spürte 2023 sowohl Preis- als auch Kostendruck.

    image

    Lidl Schweiz: Neuer Immobilienchef

    Tobias Eggli folgt als Chief Real Estate Officer auf Reto Ruch.