E-Commerce: Wo Online-Shopper heute die Suche starten

Sehr viele Kunden steigen direkt bei Anbietern wie Digitec oder Zalando ein. Und sehr wenige beginnen den Online-Einkauf auf den Sozialen Medien.

26.09.2023
letzte Aktualisierung: 9.11.2023
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Symbolbild: Konsider, erstellt mit KI Midjourney.
Das Internet gehört bei den Menschen in der Schweiz heute zum normalen Einkaufsverhalten. Drei von vier Erwachsenen kaufen hier mindestens einmal pro Monat etwas ein. Die jüngeren shoppen dabei vor allem per Smartphone (76 Prozent) –  Kundschaft im Alter über 65 wählt eher ein Desktopgerät (67 Prozent).
Dies einige Ergebnisse des neusten «E-Commerce Stimmungsbarometers», welches die Post gemeinsam mit der Hochschule HWZ erarbeitet hat.
Dass man unabhängig von den Öffnungszeiten ist; dass die Waren ins Haus geliefert werden; dass man die Angebote leichter finden und vergleichen kann; dass die Auswahl grösser ist – dies die vier Vorteile, die dem Online-Handel am häufigsten attestiert werden.
  • Schweizerische Post / HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich: «Schweizer E-Commerce Stimmungsbarometer 2023», September 2023.
Die Daten wurden im Juni 2023 in einer quantitativen Onlinebefragung erhoben. Für die Studie wurden 9'697 Personen aus allen Sprachregionen der Schweiz befragt.
Die Studie ging auch eine Frage nach, die für den Erfolg eines E-Shops entscheidend ist: Wo beginnt man, wenn man etwas kaufen will? Wie sucht man, wo steigt man ein?
Die häufigste Wahl liegt auf der Hand: Man googelt – man geht in eine Suchmaschine (73 Prozent).
Bemerkenswert ist aber, dass eine sehr grosse Gruppe gleich direkt bei einigen grossen Marken einsteigt – was auf eine grosse, eingefahrene Treue zu gewissen Marktplätzen hinweist. Dabei ist Digitec-Galaxus an der Spitze, gefolgt von Zalando. Das amerikanische Vollangebots-Warenhaus Amazon folgt erst danach.
Auf der anderen Seite beginnen nur nur 10 Prozent ihren Einkauf per Social Media-Plattform. Das lässt ahnen, dass Social Commerce doch noch einen recht holprigen Weg vor sich haben dürfte.
Dass nur eine von 100 Personen mit einem AI-Chat – also beispielsweise per ChatGPT – nach Online-Produkten sucht, ist dagegen 2023 kaum erstaunlich. Interessant wird sein, wie sich dies in den nächsten Monaten entwickelt.
  • e-commerce
  • marketing
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