Ferrero hatte Rekordjahr – trotz Salmonellen-Vorfall

Der Umsatz stieg um 10 Prozent. Sowohl Nutella als auch Ferrero Rocher und Kinder Schokolade seien stark gewachsen. Auch der Gewinn legte offenbar zu.

20.02.2023
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Läuft gut in Amerika: Screenshot aus einem Werbespot für Kinder in den USA, 2020.
Ferrero ist ein eher verschlossenes Unternehmen. Aber immerhin bringt der piemontesische Familienkonzern mit Holding-Sitz in Luxemburg einmal pro Jahr ein Zahlengerüst. Dabei vermeldet er fürs letzte Geschäftsjahr einen weltweiten Umsatz von 14 Milliarden Euro; dies war ein Zuwachs von gut 10 Prozent. Denn im Jahr davor hatte der Nutella-Konzern 12,7 Milliarden Euro erzielt.
Es handelt sich dabei um ein Geschäftsjahr, das jeweils per Ende August abgeschlossen wird.
Das deutliche Wachstum ist bemerkenswert, da Ferrero ab April 2022 stark gebremst wurde durch einen Salmonellen-Vorfall in seinem Werk in Arlon, Belgien. Die Fabrik war danach über zwei Monate lang vollständig geschlossen, in zahlreichen Ländern musste Ferrero seine Produkte zurückrufen.

646 Millionen Euro Dividende

Gewinnzahlen gibt Ferrero keine bekannt. Aus Unterlagen des Luxemburger Handelsregisters ist aber ersichtlich, dass die Schenkenberg Holding fürs vergangene Geschäftsjahr 2021/2022 eine Dividende von 646 Millionen Euro erhielt; dies eruierte «Der Spiegel».
Die Schenkenberg Holding besitzt Ferrero zu 100 Prozent (und gehört selber wiederum der Ferrero-Familie). Im Jahr davor hatte die Dividende 611 Millionen Euro betragen.
Die bekannten Marken des Hauses – Nutella, Ferrero Rocher, Kinder Schokolade – hätten allesamt ein Nettowachstum geschafft, so die neue Firmen-Mitteilung. Dabei seien insbesondere die Märkte in den USA und in Italien die treibenden Kräfte gewesen.
Heute verfügt die Ferrero International S.A. über 109 Gesellschaften und 32 Fabriken. Der Mitarbeiter-Bestand stieg von 38'800 Ende August 2021 auf 41'400 Ende August 2022.
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