Foodwaste: Früchteschalen werden zu Desserts

Ein spanisches Forschungsprojekt macht landwirtschaftliche Nebenprodukte zu einer neuen Quelle für Lebensmittelzutaten.

22.09.2022
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Ob Melonen, Kaki oder Orangen: Nicht nur das Innere hat (Nähr)werte | Bild von: awar kurdish on Unsplash
Was bisher als Überbleibsel aus der Fruchtproduktion im Schweinefutter endete, soll neuerdings zu Milchdesserts, Gummibärchen, Snacks und Toppings verarbeitet werden. Zu diesem Zweck ist das Institut für Agrochemie und Lebensmitteltechnologie (AINIA) im spanischen Paterna mit dem Süsswarenhersteller Postres Romar aus der Region Valencia eine Kooperation eingegangen.
Die bisher für die menschliche Ernährung ungenutzten Reste von Zitrusfrüchten, Wassermelonen und Kaki sollen aufgrund ihres hohen Anteils an Ballaststoffen als alternative Quelle für Lebensmittelzutaten genutzt werden. Laut einer Medienmitteilung von AINIA arbeiten die Forscher mit einer regionalen Landwirtschaftskooperative zusammen.

Nahrungsfasern nutzen

Ziel ist es zum einen, aus den «Abfällen» Pektin zu extrahieren, das als texturbildende Zutat in Desserts verwendet wird. Zum anderen sollen die an sich wertvollen Nahrungsfasern in Toppings für Milchdesserts verwendet werden.
Erst kürzlich gelang es Forschern der wissenschaftliche Fachgesellschaft American Chemistry Society Bananenschalen zu Mehl für Bisquits zu verarbeiten (hier). Die Guetzli waren nicht nur nährreicher als übliche, sie schmeckten den Probanden auch besser.
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