Freitag vermietet seine Taschen in Berlin testweise

Das Zürcher Accessoire-Label unternimmt bis August den Versuch, seine Taschen für einen monatlichen Betrag auszuleihen.

31.05.2023
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Pop-up-Mietstation von Freitag in Berlin | Bild: PD Freitag / Christina Raue
Der Zürcher Hersteller Freitag testet in Berlin, ob und wie es seine Taschen in Zukunft auch vermieten statt lediglich verkaufen kann. Für eine Monatsgebühr von 9 Euro können Interessierte so oft sie möchten eines von über 200 ausgesuchten Taschen-Unikate ausleihen – und immer wieder austauschen, wenn sie ein anderes Modell oder etwas Abwechslung brauchen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Zu mieten gibt es verschiedenste Modelle, von Hip Bags über Shopper und Tote Bags bis zu Rucksäcken.
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Die Miettaschen hängen an Sicherheitsgurten, die später in der Herstellung verwendet werden | Bild: PD Freitag / Christina Raue
«Nachhaltiger und flexibler» als der übliche Kauf sei das neue Kreislaufangebot. Denn: «Dass der Zugang zu Produkten wichtiger ist als der Besitz, ist den Taschenmacher*innen aus Zürich schon länger bewusst.» Deshalb möchte Freitag herausfinden, wie genau ein Taschenverleih-Angebot aussehen müsse, damit es «den Bedürfnissen der urbanen Stadtbewohner*innen von heute und morgen entspricht».
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Das Pop-up-Geschäft an der Berliner Torstrasse | Bild: PD Freitag / Christina Raue
Die firmeneigene «Abteilung für Zukunftsprojekte» – das «Freitag Laboratory Of Progress» (F.L.O.P.) – kooperiert dazu mit dem Berliner Modeverleih Pool. Realisiert wurde der Pop-up-Verleih an der zentralen Torstrasse in Berlin-Mitte. Der Versuch dauert bis 17. August 2023. Danach werden die Ergebnisse ausgewertet und «die Services optimiert», so Freitag.
Mit dem Projekt «S.W.A.P.» («Shopping Without Any Payment») bietet der Hersteller bereits seit längerem eine Option, seine eigenen Freitag-Produkte gegen andere auszutauschen. Sie funktioniert digital, wie die Dating-App Tinder, während in Berlin der «Tausch» stationär vor sich geht.
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