Galderma baut rund 100 Stellen in Zug ab

Die ehemalige Nestlé-Tochter sieht sich mit «makroökonomischem Gegenwind» konfrontiert, so eine Erklärung.

2.11.2022
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Herstellung von Cetaphil-Feuchtigkeitslotion bei Galderma – Screenshot aus einem Imagefilm.
  • industrie
  • non-food
  • kosmetik
Der Hautpflege-Konzern Galderma streicht am Hauptsitz in Zug 97 Stellen. Damit verschwindet etwa jeder fünfte Job in der Konzernzentrale.
Dies meldet der «Blick», und es wird von Galderma bestätigt: «Strukturelle Anpassungen unseres Betriebsmodells wirken sich leider auch auf die Kollegen in der Schweiz aus.» Und weiter: «Wir sehen uns mit makroökonomischem Gegenwind in Form von Inflation, Lieferengpässen, geopolitischer Instabilität und stark steigenden Zinsen konfrontiert, und wir gehen davon aus, dass diese Bedingungen in absehbarer Zukunft anhalten werden.»
Weltweit beschäftigt Galderma rund 4'600 Personen. Das Unternehmen bietet einerseits medizinische Produkte im Bereich Dermatologie – etwa gegen Akne, Rosacea oder Pigmentstörungen –, andererseits Kosmetika, Sonnen- und Feuchtigkeitscrèmen. Bekannt ist etwa die Marke Daylong.

Neues Werk in Singapur

Mitte Oktober gab Galderma bekannt, dass es in Singapur ein neues Werk errichten will, das jährlich bis zu 350 Millionen Produkte-Einheiten herstellen kann.
Gegründet 1981 als Joint-Venture von Nestlé und L'Oréal, wechselte Galderma 2014 vollständig zu Nestlé; 2019 rechte es der Nahrungsmittel-Konzern an ein Private-Equity-Konsortium weiter.
Dieses will das Unternehmen bei passender Gelegenheit an die Börse bringen. Die Verschlankung des Overhead in der Schweiz könnte ein weiterer Schritt zur Vorbereitung sein. Für die betroffenen Personen werde ein Sozialplan ausgearbeitet, so der «Blick».
  • Mineralquelle Zurzach wird geschlossen.
  • Tabak: BAT schliesst seine Fabrik in der Schweiz.

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