H&M macht Mode aus Luft – oder dem CO2 darin

Der Konzern stellt Kleider mit Polyester aus Kohlenstoffabscheidung vor. Das CO2 kommt aus der Stahlindustrie.

12.04.2023
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H&M-Move-Teil aus «eingefangenem» CO2 | Bild: PD H&M
Die Stahlindustrie verursacht viele CO2-Emissionen. Wieso also nicht den Kohlenstoff, der dort in die Luft gelangt, ausscheiden und daraus Polyester fabrizieren?
Was sich wie die Idee eines verrückten Professors liest, hat der schwedische Modekonzern H&M gemeinsam dem US-Unternehmen LanzaTech erstmals umgesetzt. Dieser Tage präsentiert der Kleiderhändler eine erste Kollektion seiner Fitnessmarke Move, deren «CarbonSmart»-Polyester aus CO2-Ausscheidung entstanden ist.
Die Schweden hatten die Kooperation im letzten August angekündigt, ohne jedoch konkreter zu werden. Nun steht fest, dass H&M die Technik für die Fertigung seiner Sport- und Fitnesskollektion anwenden möchte. In diesem Kleidersegment wird in erster Linie Polyester verarbeitet, das für einen Grossteil der weltweiten Flut an nicht wiederverwertbaren Textilabfällen verantwortlich ist.
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«Diese Partnerschaft ermöglicht es H&M Move, innovative Materialien zu erforschen und dazu beizutragen, dass in Zukunft nachhaltigere Sportbekleidung hergestellt wird», wird denn auch Simon Brown zitiert, der General Manager von H&M Move.
Die Artikel sollen auf der Website H&M-Move erhältlich sein, können von Schweizer Kunden aber nicht bestellt werden.
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