Ikea investiert 2,2 Milliarden Dollar in den US-Markt

Retailchef Tolga Öncü sieht in den USA unbegrenzte Chancen. Letztes Jahr setzte der Konzern dort 6 Milliarden Dollar um.

20.04.2023
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Tolga Öncü, Retail-Chef der Ikea-Holding Ingka | Bild: PD Ingka
Es sind die «biggest ever investments» der Ikea-Geschichte: Die Ikea-Holding Ingka setzt in den kommenden Monaten 2 Milliarden Euro – umgerechnet 2,2 Milliarden Dollar – in ihr US-Geschäft.
Zum Vergleich: 2022 erzielte der Konzern in den USA einen Umsatz von 6 Milliarden Dollar.
In einer ersten Phase entstehen acht neue Einrichtungshäuser und neun City-Shops (im Firmenjargon: Plan & Order Points): Das schaffe über 2'000 Arbeitsplätze geschaffen, so die Medienmitteilung des Konzerns. Im Sommer 2023 sollen weitere Standorte in San Francisco und Arlington (Virginia) hinzukommen.
«Die USA sind einer unserer wichtigsten Märkte, und wir sehen endlose Möglichkeiten, dort zu wachsen und den vielen Amerikanern mit erschwinglichen Produkten und Dienstleistungen näher zu kommen», wird Retail-Chef Tolga Öncü zitiert. Die USA generieren derzeit mit 70 Filialen rund 14 Prozent des weltweiten Umsatzes von Ikea – etwas weniger als Deutschland mit 54 Läden.

Umbauten zur Erreichung der Klimaziele

Mit der Finanzspritze sollen zudem die bereits bestehenden US-Standorte auf den neusten Stand gebracht werden, um die selbst auferlegten Klimaziele bis 2030 erfüllen zu können.
Ikea plant weiter, «effektivere Nachschub- und Abwicklungskapazitäten aufzubauen und gleichzeitig die Zustellung auf der letzten Meile umzugestalten» und so schnellere, nachhaltigere und kostengünstigere Lieferungen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck sollen die Filialen verstärkt zu Logistikhubs werden, von denen aus die Kundschaft direkt beliefert wird.
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