Kaderlöhne: Handel und Konsumgüter klar unterdurchschnittlich

Die Löhne für höhere Angestellte und Management-Positionen sind dieses Jahr kaum gestiegen.

7.07.2022
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Symbolbild von: Claudio Schwarz on Unsplash
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Es bleibt dabei: Wer im Konsumgüter- und Lebensmittel-Bereich arbeitet, hat schlechtere Lohnchancen als in den meisten anderen Branchen – auch im unteren, mittleren und oberen Kader. Und im Handel sieht es noch etwas weniger lukrativ aus.
Diese Weisheit bestätigt der neue Kaderlohn-Report der «Handelszeitung»; die Daten wurden erarbeitet von der Unternehmensberatungsfirma Kienbaum.
Anders ausgedrückt: Wenn man die Gesamt-Barvergütung von Kaderleuten in der Schweiz bei insgesamt 100 indexiert, dann liegt der Sektor Nahrungs- und Genussmittel sowie Tabakwaren bei 95 Prozent und der Handel bei 91 Prozent. Die Mode- und Textilindustrie erreicht einen Wert von 96.
An der Spitze stehen derweil weiterhin recht übliche Verdächtige: Die Versicherungen (122) konnten sich vor die Banken (120) schieben, dann folgen Biotechnologie (112) sowie IT (108).

230'000 Franken für Niederlassungs-Leiter

Allgemein zeigt der Report der «Handelszeitung», dass die Kaderlöhne derzeit nur minimal wachsen: Über die verschiedenen Managementebenen hinweg lägen nur knapp 0,9 bis 1 Prozent mehr Lohn im Vergleich zum Vorjahr drin. «Dass die Kaderlöhne jedoch auf breiter Front stabil bleiben – und das nach zwei Jahren pandemisch bedingtem Ausnahmezustand –, ist ein Zeichen, dass das Lohnniveau in der Schweiz für Führungskräfte relativ krisenresistent ist», interpretiert die «Handelszeitung» die Daten – «und vor allem gegenüber den Nachbarländern mehr als konkurrenzfähig.»
Einige konkrete Zahlen dazu: Heute kann man mit einer Niederlassungsleitung bis 230'000 Franken verdienen, als Personalchefin oder -chef gut 210'000 Franken, mit der Leitung Marktforschung (auf dem untersten Managementlevel) knapp 145’000 Franken, als Leiter Supply-Management beziehungsweise Logistik 180'000 Franken und mit der Einkaufs-Leitung 213'000 Franken.
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