Lass' deine Sachen flicken – der Staat zahlt

Frankreichs Regierung unterstützt Kleider- und Schuh-Reparaturen. Das ist auch interessant für Händler.

14.07.2023
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Symbolbild: Johan Mouchet on Unsplash von: on Unsplash
Wer in Frankreich seine Kleider und seine Schuhe flicken lässt, statt sie einfach wegzuwerfen, wird dabei bald vom Staat unterstützt. Die Regierung in Paris offeriert jeweils zwischen 6 und 25 Euro – je nach Aufwand für ein Flick-Werk. Die Reparatur eines Absatzes wird beispielsweise mit 7 Euro subventioniert. Muss das Futter eines Mantel erneuert werden, liegen bis zu 25 Euro drin.
Das Angebot gilt ab Oktober. Dies gab Bérangère Couillard bekannt, die Staatssekretärin für Umweltschutz; die Regierung hat dafür einen Fonds mit 154 Millionen Euro bereitgestellt.

Gegen das «modèle Shein»

Ziel ist es, die Menge der 700'000 Tonnen weggeworfener Kleider und Schuhe deutlich zu senken. Laut Couillard richtet sich die Aktion auch explizit gegen die Fast-Fashion-Mentalität und das «modèle Shein».
Die Idee hat auch attraktive Folgen für den Handel (der bekanntlich mehr und mehr auf Reparatur-Services zur Kundengewinnung und -Bindung setzt) sowie für Textil- und Schuhmacher-Werkstätten. Sie können sich anmelden und die Aufträge dann direkt beim Staat abrechnen; der Betrag wird dann bei der Rechnung der Kunden abgezogen. Danach erhalten sie das Geld jeweils innert 15 Tagen zurück.
Hattip: «Etailment» — Mehr / Quellen: «Le Figaro», «Le Monde».

  • Zum Thema: Desigual on demand: Modekette macht das Kleid erst, wenn du es bestellst.

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