Mövenpick Fine Foods hatte «Hammerjahr»

Der Spezialitäten-Hersteller baute seine Werbepräsenz in Deutschland massiv aus – offenbar mit Folgen.

3.06.2022
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Still aus einem Image-Spot für Mövenpick-Kaffee.
Die Mövenpick-Gruppe erzielte im letzten Geschäftsjahr 2021 einen Jahresumsatz von 289 Millionen Euro – dies war ein Plus von 6 Prozent. Der Bereich Mövenpick Fine Food steigerte den Umsatz um 13 Prozent auf 195 Millionen Euro.
Dies meldet «LP.economy» (Print). Das Fachmagazin beruft sich dabei auf den CEO der Mövenpick Holding, Jürgen Herrmann: 2021 sei ein «Hammerjahr» gewesen, so Herrmann, «ein echtes Rekordjahr für Mövenpick Fine Food im deutschen Lebensmittelhandel».

Werbedruck fast verdoppelt

Die Marktanteile zeigten in den grossen Segmenten eine deutliche Wachstumsentwicklung, so der Chef des Premium-Food-Herstellers. Mövenpick Fine Foods verkauft unter anderem Rauchlachs-Produkte, Kaffee-Spezialitäten, Pudding, Müesli und Joghurt oder Mineralwasser; der Hauptmarkt für diese Produkte liegt in Deutschland.
Angetrieben wurden die Umsatzsteigerungen auch durch ein deutlich höheres Werbebudget: Das Management um Jürgen Herrmann investierte letztes Jahr 71 Prozent mehr in diesen Bereich.
Auch im ersten Quartal 2022 liege man über Vorjahresniveau, sagte der Mövenpick-Chef zu «LP.economy» weiter. Für den Herbst sei die Aufnahme eines neuen Lizenzpartners in die Mövenpick-Palette geplant.

Beziehungsstatus: kompliziert

Die ehemalige Mövenpick-Gruppe, gegründet von Ueli Prager 1948, ist inzwischen vielfach aufgeteilt. Zur Holding in Baar gehören noch die Geschäftsbereiche Marché International (rund 175 Gastronomiebetriebe), Mövenpick Wein und Mövenpick Fine Foods. Das Unternehmen ist im Besitz der Familie von Finck.
Die Mövenpick-Hotels und -Resorts sind derweil unter dem Dach der französischen Accor-Gruppe. Die Marché-Restaurants in der Schweiz gehören zu Coop. Das bekannte Mövenpick-Glacé gehört zum britischen Glacé-Konzern Froneri, an dem wiederum Nestlé beteiligt ist, das die Mövenpick-Glacés vermarktet.

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