Nestlé erhöhte seine Preise letztes Jahr um 8 Prozent

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern gab sich damit vergleichsweise zurückhaltend.

16.02.2023
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Nestlé-Headquarter in Vevey
Der Umsatz von Nestlé stieg letztes Jahr um 8,4 Prozent auf 94,4 Milliarden Franken. Die Entwicklung lag damit im Rahmen der Erwartungen. Aufs «Pricing» entfielen 8,2 Prozent, das heisst: Der Schweizer Nahrungsmittel-Hersteller erhöhte seine Preise in diesem Rahmen.
Unterm Strich verkaufte Nestlé also ziemlich genau gleich viel Produkte beziehungsweise Mengen wie im Vorjahr 2021.
Die Verkäufe von Markenprodukten per Detailhandel stiegen um 7,2 Prozent; via E-Commerce verkaufte Nestlé letztes Jahr um 9,2 Prozent mehr (so dass insgesamt mittlerweile knapp 16 Prozent des Konzernumsatz online erzielt werden). Deutlich war der Anstieg im Gastro-Bereich, hier erreichte der Zuwachs nach dem Abklingen der Covid-Ängste 23,5 Prozent. Man habe im «Out of home»-Bereich auch das Vor-Corona-Niveau von 2019 übertroffen, so Nestlé.
Der Reingewinn fiel um 45 Prozent auf 9,3 Milliarden Franken; hinter dem deutlichen Rückgang steht allerdings ein Sonderfall – nämlich der Verkauf eines grösseren Postens L'Oréal-Aktien im Vorjahr, der damals zu einem rekordhohen Reingewinn von 17 Milliarden Franken geführt hatte. Der betriebliche Cash-flow kletterte 2022 von 16,8 auf 18,4 Milliarden Franken.
Gewachsen ist Nestlé 2022 vor allem in Nordamerika, wo die Erlöse von 23,7 auf 26,3 Milliarden Franken stiegen – im Vergleich etwa zu Europa mit einer nur kleinen Steigerung von 18,8 auf 19,1 Milliarden.
Fürs laufende Jahr erwartet das Management um CEO Mark Schneider ein organisches Umsatzwachstum zwischen 6 und 8 Prozent; die Betriebsgewinnmarge sollte zwischen 17 und 17,5 Prozent liegen (womit Nestlé 2023 in ein bisschen rentabler wäre als 2022).
«Mit Blick auf 2023 erwarten wir ein weiteres Jahr mit robustem organischem Wachstum», sagt Mark Schneider, «wobei wir uns auf die Wiederherstellung unserer Bruttomarge, die Intensivierung der Marketinginvestitionen und die Steigerung des freien Cashflows konzentrieren.» Nestlé sei auch in einer starken Position, um unsere Ziele für 2025 zu erreichen «und verlässliche, nachhaltige Renditen für die Aktionäre zu erwirtschaften.»
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