Auch Nestlé investiert in Immuntherapien

Der Konzern engagiert sich bei einer kleinen Biotech-Firma, die Therapien gegen Lebensmittel-Allergien und entzündliche Darmerkrankungen erforscht.

18.07.2022
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Für viele Allergiker ein Risiko: Nüsse   |   Bild von: Towfiqu barbhuiya on Unsplash
Nestlé Health Science hat mit dem französischen Biotechunternehmen Enterome eine strategische Forschungspartnerschaft gegründet: Ziel ist es, Immuntherapien gegen Nahrungsmittelallergien sowie chronisch entzündliche Darmekrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) zu entwickeln.
«Ungefähr 220 Millionen Menschen leben weltweit mit Lebensmittelallergien, sieben Millionen haben entzündliche Darmerkrankungen», sagt Hans-Jürgen Woerle, der Chief Medical Officer von Nestlé Health Science. «Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, neuartige Therapien für diese beiden Krankheitsbereiche mit hohem medizinischem Bedarf zu entwickeln. Wir freuen uns über die Gelegenheit, mit Enterome auf ihrer einzigartigen Mikrobiom-Arzneimittelforschungsplattform zusammenzuarbeiten.»
 Enterome entwickelt Allergene, welche die Reizstoffe beispielsweise in Erdnüssen nachbilden und den Körper dafür trainieren.
Die Pariser Biotech-Firma erhält nun von Nestlé eine Vorauszahlung über 40 Millionen Euro in bar und in Form von Eigenkapital. Zudem hat Enterome Anspruch auf Meilensteinzahlungen bei klinischen Erfolgen oder bestimmten Umsatzzielen. Enterome bleibt derweil für die Leitung der Wirkstoffforschung verantwortlich und trägt auch die damit verbundenen Kosten.
Was macht Enterome? Präsentation des CEO und Firmengründers Pierre Belichard, März 2021.

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