Nestlé führt Kurzarbeit bei San Pellegrino ein

Grund ist der Mangel an Kohlensäure im Werk Ruspino. Betroffen sind 300 von 500 Angestellten in Produktion und Logistik.

4.10.2022
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Bild von: Yael Gonzalez on Unsplash
«Acqua senza gas»: Da keine Kohlensäure erhältlich ist, führt die Nestlé-Tocher San Pellegrino im Werk Ruffino in den Bergamasker Alpen Kurzarbeit ein. Das melden unter anderem die italienische Wirtschaftszeitung «Il Sole 24 Ore» und die Regionalzeitung «Il Giorno». Ein weiterer Grund sei der Mangel an «Behältern für den Export».
Gemäss dem Bericht wird die Arbeitszeit von 300 Angestellten in der Produktion und der Logistik reduziert. Dank eines «Contratto di solidarietà» (Kurzarbeitsvertrag) erhalten die Betroffenen weiterhin 90 Prozent ihres Lohnes, teilen das Unternehmen und die Gewerkschaften mit.

Russlands Krieg als Ursache

San Pellegrino hatte den Betrieb der Mineralwasserquelle am 15. und 16. September vollständig eingestellt – auch damals aus Mangel an Kohlensäure. Das Problem beschäftigt die Mineralwasserbranche europaweit seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine.
Kohlensäure entsteht als Nebenprodukt in der Produktion von Ammoniak. Dieses findet in der Herstellung von Düngemitteln Verwendung, und diese ist mit dem Mangel an Erdgas in Europa aufgrund der erhöhten Rohstoff- und Energiekosten stark reduziert worden.
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