Nestlé stellt Logistik in Europa auf «nachhaltig» um

Bis 2030 will der Schweizer Konzern 100 Millionen Franken in umweltfreundlichere Transportmittel stecken. In der Schweiz, Deutschland und Italien rollen bald E-Laster.

20.12.2022
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E-Sattelzugmaschine von Nestlé Waters Deutschland  |  PD
Die Umweltbilanz von Nestlé sieht nicht rosig aus und das bleibt wohl noch einige Zeit so. Das ergab eine Zwischenabrechnung zu den Zielen, denen sich der Konzern verpflichet hat (mehr dazu hier).
Nestlé will die Bilanz nun verstärkt im Bereich Logistik verbessern. Vor vier Wochen kündigte das Unternehmen die Inbetriebnahme eines mit Wasserstoff betriebenen Zuges für den Transport von Perrier-Mineralwasser in Frankreich an. Nun wird bekannt, dass elektrisch betriebene Lastwagen in der Schweiz, Italien und Deutschland bald schon Quellwasser der Marken San Pellegrino und Panna über die Alpen transportieren.
Nestlé teilt mit, bis 2030 100 Millionen Franken in Europa für eine Logistik mit geringerem CO2-Fussabdruck auszugeben. Der Schwerpunkt der Investition liege «auf der Optimierung der Logistikrouten und der Beschleunigung des Zugverkehrs, der verstärkten Nutzung alternativer Kraftstoffe und Transportmöglichkeiten sowie der Erprobung innovativer alternativer Transportmöglichkeiten».

Windgetriebene Schiffe auf Atlantikroute

Ziel sei es, dass die internationalen Wassermarken des Konzerns ihre gesamten Treibhausgasemissionen reduzieren und damit «zur Netto-Null-Verpflichtung von Nestlé für 2050 beitragen».
Neben der Umstellung von Güterzügen auf Wasserstoff- und Lastwagen auf Biogas- und Elektroantrieb, investiert Nestlé gemeinsam mit anderen Unternehmen Partnern innerhalb der NGO Shipper's Coalition auch in den Bau neuer, windgetriebener Schiffe. Diese sollen Fracht von Europa nach Nordamerika transportieren – bei Kohlendioxidemissionen, die im Vergleich zu einem herkömmlichen Seefrachtschiff um etwa 50 Prozent geringer seien.
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