Wegen Teuerung: Danone strafft seine Produktepalette

Der französische Milch- und Mineralwasser-Konzern reagiert auf Inflation und Logistik-Probleme.

20.06.2022
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Verträgt's auch ein bisschen weniger? Milchprodukte-Auswahl in einem Supermarkt  |   von: Kenny Eliason on Unsplash
Einerseits verleitet die Teuerung viele europäische Kunden, zu Eigenmarken und Discount-Angeboten zu greifen. Andererseits erschweren und verteuern es die globalen Lieferketten- und Transport-Probleme den Herstellern, stets die volle Auswahl an Produkten bereit zu halten.
In diesem doppelten Dilemma geht Danone nun über die Bücher: Der französische Mutterkonzern von Marken wie Actimel, Fruchtzwerge, Evian und Volvic will die Zahl seiner Artikelnummern senken.
Dies berichtet die Nachrichtenagentur «Reuters» nach einer Begegnung mit Ayla Ziz, der obersten Sales-Chefin des Konzerns. «Die Inflation ist so dynamisch, speziell in Europa, dass wir uns darauf einstellen müssen», sagte Ziz im «Reuters»-Gespräch.

Nützt auch dem Handel

Dies heisst, dass gewisse Supermärkte gewisse Produkte, Geschmacksrichtungen oder Packungsgrössen nicht mehr erhalten sollen. Laut Ziz wird Danone sein «gesamtes Portfolio» überprüfen – und im Gespräch mit den jeweiligen Händlern die Auswahl erneuern.
Die Logik dahinter ist klar: Eine Verschmälerung der Produktepalette verhilft zu Einsparungen sowohl bei Einkauf und Produktion als auch bei Handling und Transport sowie bei der Lagerhaltung – und dies manchmal auch auf Seiten des Handels.
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