Aleph Farms erhält die weltweit erste Zulassung für Labor-Rindfleisch

Am Startup aus Israel ist auch die Migros beteiligt. Der In-Vitro-Fleischentwickler arbeitet auch an einer Zulassung in der Schweiz.

19.01.2024
image
Rindleisch aus dem Labor. Bild: Aleph Farms/Technion — Israel Institue of Technology
Es war nur eine Frage der Zeit, bis Rindfleisch aus dem Labor eine Zulassung erhält – nachdem es bei In-Vitro-Pouleet schon geschehen ist. Nun erhält das Startup Aleph Farm aus Israel als erstes Unternehmen weltweit die Genehmigung für die Produktion und den Verkauf von kultiviertem Rindfleisch.
Aleph Farms erhielt im Dezember vom israelischen Gesundheitsministerium nach einem Prüfungsverfahren grünes Licht, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.

Wann in die Schweiz?

Im Sommer vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Aleph Farms beim Bund eine Bewilligung für den Verkauf von kultivierten Fleisch in der Schweiz eingereicht hat. Es war das erste Land in Europa. Auch bei diesem Antrag ging es um die «Aleph Cuts», also Rindfleisch aus In-Vitro-Zucht.
  • In-Vitro-Fleisch: «Wer hier eine Rolle spielen will, muss jetzt Gas geben»
Genau dieses Produkt bringt das Startup nun aber auf den israelischen Markt. Zuerst werde das Steak-Produkt in ausgewählten Restaurants erhältlich sein, und erst dann soll es in den Einzelhandel kommen.
Dabei wolle das Unternehmen eng mit dem israelischen Gesundheitsministerium zusammenarbeiten, um «spezifische Anweisungen für die Etikettierung und Vermarktung» einzuhalten, heisst es von Aleph Farms.
Der Chef von Aleph Farms nimmt in der Mitteilung aber auch Bezug auf die aktuelle Situation im Nahen Osten: «Mit seiner weltweiten Führungsrolle in der zellulären Landwirtschaft drängt Israel weiterhin auf eine stärkere regionale Integration und wirtschaftliche Zusammenarbeit, die für die Stabilisierung der Region von entscheidender Bedeutung sein wird.»

Mehr Anbieter in den Startlöchern

Bei Rindfleisch ist sein Unternehmen der Vorreiter. Zulassungen für kultiviertes Fleisch haben aber auch schon andere erhalten: Eat Just hat mit ihrer Tochtergesellschaft Good Meat 2020 grünes Licht für den Verkauf von gezüchtetem Hühnerfleisch in Singapur.
Eat Just und ein weiteres Unternehmen mit Sitz in den USA, Upside Foods, erhielten im vergangenen Jahr die Genehmigung für den Verkauf ihres Zucht-Hähnchens in den USA.
In Israel gibt es eine Reihe von Unternehmen, die sich mit Zuchtfleisch beschäftigen, darunter Future Meat Technologies und SuperMeat.
  • food
  • vegan
  • fleisch
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
1 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Auch interessant

image

Neuer Chef für Nespresso Schweiz

Jean-Luc Valleix geht in den Ruhestand, Nestlé-Manager Nicolas Delteil ersetzt ihn.

image

Jetzt offiziell: Nutella kommt vegan

Im Herbst wagt Ferrero einen Neu-Start des 60 Jahre alten Produkts.

image

Läderach: Neue Chefinnen für Marketing, HR, Kommunikation

Damit wird auch die Geschäftsleitung des Glarner Schokolade-Spezialisten erweitert.

image

Nestlé: Eigene Marke für Wegovy-Nutzer

Die Produkte der Marke «Vital Pursuit» sollen den Kunden von Appetitzüglern zu wichtigen Nährstoffen verhelfen.

image

Auch Emmi versenkt den Nutri-Score

Erst kürzlich sollte das Ampelsystem noch per Gesetz durchgedrückt werden. Jetzt wirkt es zunehmend ungeniessbar.

image

Ricola meldet weiteren Umsatzrekord

Der Umsatz des Kräuterbonbon-Herstellers wuchs 2023 zweistellig. In den USA sei man nun Marktführer bei den Hustenbonbons.