Alltagsgüter: Hier spart man, wenn man den Gürtel enger schnallen will

Eine Mehrheit der Menschen in Europa stellt bereits um: Mehr Eigenmarken, weniger stationär – und höheres Preisbewusstsein bei gewissen Kategorien. Aber bei welchen?

13.07.2022
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Symbolbild von: Nathália Rosa on Unsplash
  • handel
  • food
  • inflation
Es ist ja allgemein bekannt: Die Menschen haben mehr und mehr wirtschaftliche Sorgen. Erhärtet wird das jetzt durch eine Umfrage, welche die Beratungsfirma McKinsey unter Konsumentinnen und Konsumenten in Europa durchgeführt hat.
Als «Top-Sorge» nannten die Befragten dabei die steigenden Lebenshaltungs-Kosten: 44 Prozent bekundeten, dass sie dieses Problem beschäftigt. Als nächster Sorgenpunkt folgt der Krieg in der Ukraine (24 Prozent Nennungen).
Konkret befragte McKinsey jeweils eine repräsentative Auswahl von Konsumenten in den grossen Ländern Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Grossbritannien. Und von Schottland bis Sizilien betrachtete eine Mehrheit die wirtschaftliche Lage ihres Landes negativ – und erwartet Verschlechterungen in der nahen Zukunft.
Quelle: McKinsey, «How inflation and the conflict in Ukraine are impacting European consumers», Mai 2022.
Deshalb stellen sich die Menschen bereits um. Eine deutliche Mehrheit von gut zwei Dritteln der Befragten gaben an, dass sie in den vorangegangenen vier bis sechs Wochen etwas in ihrem «Shopping-behaviour» verändert hatten. Konkreter:
  • 37 Prozent erwähnten beispielsweise, dass sie eine Detaillisten-Eigenmarke ausprobiert hatten.
  • 29 Prozent wechselten sonst eine Marke.
  • 4 Prozent gingen auch mal in einen anderen Laden.
  • 14 Prozent gaben an, weniger stationär und mehr online einzukaufen.
  • Wobei allerdings 10 Prozent das Gegenteil meldeten: Sie hätten mehr stationär geshoppt – und seltener digital.

Die Tendenzen werden speziell spürbar bei einer Frage: Wo verändert man sein Verhalten? Bei welchen Waren sucht man das günstigere Produkt?
 Die Antworten sind offensichtlich – siehe Grafik: Bei Geschirrspül- und Waschmitteln, bei Snacks und Süssigkeiten, bei Tiefkühl- und Milchprodukten wollen Mr. und Mrs. Consumer den Spar-Spielraum besonders ausreizen.
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