Alnatura lanciert eine Bio-Discount-Eigenmarke

Mit günstigen Grundnahrungsmitteln gegen die Discounter: Es ist die naheliegende Reaktion auf den Preisdruck im Biomarkt. Allerdings bislang nur in Deutschland.

3.07.2023
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Ganz einfache Verspackung: «Prima! Alnatura»-Produkte  |  Bild: PD
Wie kann Bio konkurrenzfähig bleiben? Alnatura wagt in Deutschland die nächste Reaktion: Die Handelskette mit rund 150 Standorten lanciert eine neue Bio-Discount-Eigenmarke.
Unter dem Namen «Prima! Alnatura» offeriert das Unternehmen künftig günstigere Grundnahrungsmittel, beispielsweise Haferflocken, Pelati, Mehl, Apfelmus oder Kichererbsen. Im «Prima»-Angebot sind derzeit 22 Produkte, etwa Fusilli zum Kilopreis von 1,99 Euro, Honig zu 4,29 Euro für 500 Gramm oder Apfelsaft für 1,49 Euro pro Liter. Im Herbst sollen zudem Müsli, Schokolade, Nüsse und Trockenfrüchte zu «Prima!»-Preisen auf den Markt kommen.
Das heisst: Die Grundnahrungsmittel sind noch nicht ganz auf Discounter-Niveau, aber spürbar unter dem üblichen Bio-Level. Man wolle mit den Günstig-Angeboten «einfache, authentische Rezepturen» als «perfekte Basis für unkomplizierten Genuss» ermöglichen, so das Unternehmen.

Mehr Flocken, weniger Früchte

Produktmanager Alexander Stabel erklärt die günstigeren Preise unter anderem mit der einfacheren Verpackungsgestaltung. «Zudem ist es gut möglich, dass sowohl die Rohwarenherkunft als auch die Rezepturen abweichen. Die Tomaten für die Alnatura Tomatenstücke kommen beispielsweise zu hundert Prozent aus Italien, für Prima! Alnatura sind auch andere europäische Länder möglich. Im Prima! Alnatura Früchtemüsli stecken mehr Flocken und weniger Früchte als im vergleichbaren Alnatura Produkt. Oder noch ein anderes Beispiel: Die Nudeln gibt es in der grossen Kilo-Tüte – das spart Verpackungskosten.»
In den Schweizer Alnatura-Märkten (und auf alnatura.ch) sind die «Prima!»-Produkte nicht im Angebot. Und im Gegensatz zu Deutschland hat Alnatura (beziehungsweise Migros) hierzulande auch keinen Markenschutz dafür beantragt.
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