Bericht: Aldi schüttelt in Deutschland die Konkurrenz ab

Der Discounter ist in diesem Jahr um 20 Prozent gewachsen. Die Vollsortimenter in Deutschland geraten ins Hintertreffen.

28.07.2023
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Filiale von Aldi Nord | Bild: PD Aldi Nord
Der in «Nord» und «Süd» aufgeteilte deutsche Discounter Aldi soll laut Marktdaten, die von der «Lebensmittelzeitung» publik gemacht wurden, in den letzten Monaten um 20 Prozent gewachsen sein. Die «ungebremst starke Performance» komme überraschend, da die Zahlen bereits auf ein starkes Vorjahresniveau folgen.
Auch im laufenden Monat Juli soll das Wachstum «bis zu zehn Punkte über dem Wert von 2022» liegen, wird ein «Kenner» der Lage zitiert. Die Verkaufserfolge seien Folge einer starken Kundenfrequenz, komme «zunehmend aber auch aus deutlichen Zuwächsen beim Durchschnittsbon» – also beim erlösten Betrag pro Einkauf.
Handelsmarken haben es schwer in Deutschland
Eigenmarken der deutschen Detailhändler werden immer beliebter. Eine aktuelle Trendstudie des Online-Vermarkterkreises (OVK) zeigt auf, dass die Befragten heute in den Segmenten Lebensmittel (60 Prozent), Haushaltsprodukte (54 Prozent) sowie Körperpflege- und Kosmetikartikel (53 Prozent) den Eigenmarken der Händler den Vorzug geben. 83 Prozent machen aktuell keine Unterscheidung zwischen Hersteller- und Handelsmarken und gehen davon aus, dass die Produkte im Kern identisch seien.
Aldis Umsatz lag im ersten Halbjahr – «Insidern zufolge» – um über fünf Punkte über der Steigerung im Gesamtmarkt. Damit habe der Discounter praktisch alle Wettbewerber hinter sich gelassen. Die Vollsortimenter – also etwa Edeka oder Kaufland – seien weit hinter solchen Zahlen zurück geblieben.
Aldi habe in Deutschland offenbar «die Deutungshoheit» bei den Preisen zurückgewonnen. Zurückzuführen sei das auf Rabattaktionen, Gutschein-Promotionen und beworbene Preissenkungen, etwa bei Tiefkühlprodukten und Reinigungsmitteln.
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