Coop statt Migros: Bäumchen wechsle dich

In Bauma im Kanton Zürich stoppte die Migros ein Supermarkt-Projekt. Jetzt bekommt die Bevölkerung halt einen Coop zusätzlich.

15.11.2022
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So oder so ein oranges Logo: Visualisierung des Projekts «Alte Landi» in Bauma   |  Bild: Gemeinde Bauma
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Vor zwei Monaten, am 12. September 2022, sollte die Gemeindeversammlung von Bauma im Kanton Zürich über einen Baurechtsvertrag abstimmen. Er sollte ermöglichen, dass auf dem Areal «Alte Landi» altersgerechte Wohnungen und ein Migros-Supermarkt entstehen.
Doch dann verblüffte Gemeindepräsident Andreas Sudler die Anwesenden: Er sagte die Abstimmung ab. Die Geschäftsleitung der Migros Ostschweiz habe einige Tage zuvor mitgeteilt, dass man sich nicht am Neubau beteiligen will. Die Migros wolle lieber den bisherigen Standort im 5000-Seelen-Dorf beibehalten.
Der Gemeinderat blieb dabei und bemühte sich seither, das Projekt neu voranzutreiben. Und so kann er nun bereits melden, dass gebaut wird – statt mit der Migros einfach mit Coop.
Bereits am Tag nach der Gemeindeversammlung habe ein erster Kontakt mit Coop stattfunden. Und inzwischen habe die Basler Genossenschaft zugesagt, in das Projekt einzusteigen.

«Viele Coop-Kinder»

«Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2022 kann der Gemeinderat den leicht angepassten Baurechtsvertrag der Stimmbürgerschaft zur Genehmigung vorlegen», so die Mitteilung aus dem Gemeindehaus.
Womit der Bevölkerung also künftig nicht nur eine Migros-Filiale zur Verfügung steht, sondern auch ein Coop.
«In Bauma gibt es viele Coop-Kinder», sagt Heidi Weiss, die Ressortvorsteherin Hochbau und Liegenschaften im Gemeinderat: «Ein Coop-Supermarkt entspricht dem Bedürfnis vieler Baumer und Baumerinnen.»
Und Gemeindepräsident Andreas Sudler sagt: «Coop ist im Tösstal untervertreten. Mit einem Coop-Supermarkt in Bauma stärken wir die Zentrumsfunktion unserer Gemeinde. Nach dem abrupten Projektausstieg von Migros freue ich mich, dass mit Coop ein neuer Partner gefunden werden konnte.»
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