Deutschland: 35'000 wechselten von Gastronomie zum Detailhandel

Jeder vierte deutsche Gastro- und Hotelangestellte wechselte seit 2020 die Branche. Es locken angenehmere Arbeitsbedingungen.

11.07.2022
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Bessere Arbeitsbedingungen: Gastroangestellte wechselten oft in andere Branchen | Bild: von: Piret Ilver on Unsplash
Während der von Covid geprägten letzten zwei Jahre verliessen 215'000 Angestellte die deutsche Gastro- und Hotelbranche – mehr als ein Vierteil (27,4 Prozent). Das ergibt eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Davon entschied sich jeder siebte für den Detailhandel (34'820 Personen).
Attraktiv für die Angestellten von Restaurants, Hotels und Bars waren aber auch der Verkehrssektor und die Logistikbranche. Andere stiegen in die Unternehmensführung oder -organisation sowie in die Lebensmittelherstellung um.
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Einzelhandel am attraktivsten: Hierhin zog es Gastro-Angestellte in der Covid-Krise.| Infografik: IW
Wer geht, kommt selten wieder zurück: Arbeitsbedingungen, Sicherheit, Anerkennung, aber auch die Bezahlung, sprächen für viele gegen eine Rückkehr in die Gastronomie und Hotellerie.
In der Schweiz arbeiten laut dem Bundesamt für Statistik im ersten Quartal 2022 zwar fast zehn Prozent mehr Menschen als ein Jahr zuvor, nämlich 238'000. Dennoch blieben 4,3 Prozent aller Stellen nach den Unsicherheiten während zwei Jahren Covid-Epidemie weiter offen, nämlich 10'600 Stellen.
Wie in Deutschland wurden auch in der Schweiz viele Gastroangestellte in Unternehmen anderer Branchen mit offenen Armen empfangen.
  • handel
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