Deutschland: Umsatzdämpfer bei Alnatura, Umsatzboost bei DM-Drogerien

Die zwei charakteristischen Retail-Firmen legten heute Geschäftszahlen vor. Das ergibt ein recht deutliches Stimmungsbild.

10.11.2022
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Mehrere Neueröffnungen, trotz allem: Alnatura-Markt, Hafencity Hamburg  |  Bild: PD
Der deutsche Bio-Händler Alnatura hat das Geschäftsjahr 2021/2022 mit einem Umsatz von 1,12 Milliarden Euro abgeschlossen. Damit vermeldet er einen Rückgang von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
«Nach den überdurchschnittlichen Umsatzsteigerungen in den beiden Pandemiejahren und angesichts der aktuellen Krisensituation hatten wir mit einem wesentlich stärkeren Rückgang gerechnet», sagt Gründer und CEO Götz Rehn.
Am Ende des Geschäftsjahres 2021/22 (per Ende September) führte das Unternehmen 147 Geschäfte in 14 Bundesländern; 7 neue Altnatura-Märkte wurden eröffnet. Kommt hinzu, dass in den sechs Wochen seither zwei weitere Geschäfte ihre Türen öffneten. Die Zahl der Angestellten blieb 2022 mit 3'700 unverändert.
Der Geschäftsgang von Alnatura in der Schweiz wird nicht extra ausgewiesen. Hierzulande gibt es 20 Alnatura-Bio-Supermärkte, die von der Migros geführt werden; auch wird die Marke in den M-Supermärkten und auf Migros Online vertrieben.
Ebenfalls ihren Abschluss legte heute die deutsche Drogeriekette DM vor. Das Unternehmen aus Karlsruhe mit knapp 2'100 Geschäften konnte 2021/22 eine Umsatzsteigerung von fast 10 Prozent vermelden. Der Umsatz erreichte damit 9,9 Milliarden Euro.
«Unser Wachstum basiert auf einer starken Mengenentwicklung», erklärt CEO Christoph Werner dazu. «Im Geschäftsjahr haben wir mit 21 Prozent Marktanteil mengenmässig mehr Artikel verkauft als alle anderen Drogeriemärkte zusammengenommen, die aber ebenfalls zulegen konnten.» —
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Umsatzentwicklung der DM-Gruppe seit 2017.
— Dagegen habe der Lebensmittelhandel wohl Marktanteilsverluste hinnehmen müssen – sowohl nach Menge als auch nach Umsatz.
DM legt dazu eigene Marktforschungsergebnisse vor, wonach es 24,8 Prozent Marktanteil hat. Die übrigen Drogeriemärkte kommen auf 23,6 Prozent, und die Discounter beanspruchen bei Drogerieprodukten noch 15,5 Prozent.
In der Schweiz ist DM nicht mit eigenen Standorten vertreten.
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