Die Bevölkerung ist bereit, Energie zu sparen

Laut einer Umfrage bereitet die drohende Versorgungskrise vielen Sorgen. Und viele Menschen erklären sich bereit zu Einsparungen.

22.09.2022
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Sparsamer: Bahnhofstrasse Zürich mit Weihnachtsbeleuchtung «Lucy»   |   Bild: PD Bahnhofstrasse Zürich
  • konjunktur
  • handel
An der Zürcher Bahnhofstrasse wird dieses Jahr die Weihnachtsbeleuchtung reduziert: Die zuständige Vereinigung kürzt die tägliche Betriebszeit um dreieinhalb Stunden. Das heisst: Die Lichtergirlanden unterm Namen «Lucy» werden schon um 22 Uhr abgestellt – und am Morgen gar nicht erst angestellt.
Dies die jüngste Meldung über all den Aktionen, die dem Land in diesem Jahr beim Sparen von Energie helfen sollen.
Tatsächlich geniesst der Schritt momentan vermutlich erhebliche Unterstützung in der Bevölkerung. Laut einer Umfrage der Forschungsfirma Link erachten nämlich satte 37 Prozent der Menschen in der Schweiz die Energiekrise respektive die Versorgungssicherheit als besorgniserregendes Thema.
Auf der anderen Seite stufen bloss 6 Prozent der Befragten in der repräsentativen Link-Erhebung die Energiekrise als tendenziell nicht besorgniserregend ein.
  • Quelle: «Link-Studie zur Energiekrise Herbst 2022», September 2022.
Es herrscht also eine grosse Sensibilität für das Energie-Thema. Vor allem ältere Leute werden durch die drohende die Energiekrise beunruhigt (zu 47 Prozent).
Also zeigt sich ein auch grosser Teil der Befragten offen fürs Energiesparen: Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung hätte – nach eigenen Angaben – eine «hohe Bereitschaft», hier den Gürtel enger zu schnallen, wenn die Behörden dazu aufrufen würden. Nur bei 5 Prozent wäre diese Bereitschaft tief.
Die Quote ist dabei bei den Frauen mit 57 Prozent deutlich höher als bei den Männern (44 Prozent).
Als denkbare Massnahmen gelten:
  • Das verringerte Baden/Duschen: 42 Prozent der Bevölkerung tut dies bereits, und weitere 28 Prozent werden dies nach eigenen Angaben sicher machen.
  • Die Vermeidung des Standby-Modus: 37 Prozent der Befragten praktizieren dies bereits; 31 Prozent haben vor, dies einzuführen.
  • Weniger Heizen im Winter: 34 Prozent planen das fest ein, 30 Prozent könnten sich dies vorstellen.
Schlecht weg kommt die Idee, einen Generator anzuschaffen: Zwei Drittel (65 Prozent) verweigern sich dieser Idee Generator grundsätzlich.
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