Doppelte Fracht: Nestlé UK entwickelt neue Container

Doppelt so viel Ladung, die zudem auf der Schiene fährt: Der Konzern stärkt auf den britischen Inseln die Bahntransporte, um CO2 einzusparen.

18.08.2023
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Logistikmanager Niall McCarthy von Nestlé UK vor dem neuen Container | Bild: PD
Eine eher ungewöhnliche Aktion zur Reduktion des eigenen CO2-Fussabdrucks unternimmt Nestlé auf den britischen Inseln. Das Schweizer Unternehmen hat dort letzte Woche den ersten Bahncontainer einer neuen Bauart an den Detailhändler Tesco abgeliefert, der doppelt gestapelte Paletten ermöglicht. Die Entwicklung der Transportbox dauerte zwei Jahre und kam in Kooperation mit der Bahninfrastrukturgesellschaft Network Rail und dem Hersteller Bootle Containers zustande.
Der neue Container verfügt über einen Mechanismus zum Anheben des Daches, «so dass die Produkte bei voller Kapazität vom Boden bis zur Decke doppelt gestapelt werden können, bevor das Dach für den Transport abgesenkt wird», schreibt Nestlé dazu. Die vereinfache es, im Vergleich zu anderen Containertypen die doppelte Menge an Ladung zu befördern.
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Ein Ziel ist es, den CO2-Ausstoss der Nestlé-Logistik zu senken – auch indem sie den Transport per Bahn gegenüber jenem auf der Strasse attraktiver macht. Ein anderes sei es, «die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette zu erhöhen», wird Niall McCarthy, Rail Development und Delivery Manager bei Nestlé UK und Irland, zitiert.
Generell möchte der Konzern die Frachtkapazität von Zügen «zu Gunsten einer geringeren Umweltbelastung» steigern. Die erste Ladung des neuen Containers bestand aus Produkten der Tierfutter-Marke Purina, die per Schiene vom Hams Hall Distribution Park in North Warwickshire zum Tesco-Verteilzentrum in Thurrock verschoben wurden.
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