Edeka: Der Preiskampf wird noch härter

Der Marktführer im deutschen Lebensmittelhandel richtet sich darauf ein, die Mars-Markenprodukte definitiv durch Eigenmarken zu ersetzen.

3.03.2023
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Robin Hood will gesehen werden: Social-Media-Posts von Edeka zu den Differenzen mit Mars und Pepsi.
Der deutsche Genossenschafts-Konzern Edeka profilierte sich im Inflations-Jahr 2022 immer wieder mal durch seinen Kampf gegen Preiserhöhungen der Lieferanten. Nun aber verhärten sich die Fronten offenbar weiter – vielleicht zeichnet sich sogar ein fundamentaler Wandel ab.
Wie das Fachblatt «Lebensmittelzeitung» meldet, ersetzt Edeka rund 450 Mars-Produkte durch Eigenmarken. Die Gruppe habe die Hoffnung auf eine Einigung offenbar aufgegeben – so die LZ unter Berufung auf Insider – und Mars aus der Jahresplanung gestrichen.
Der Hersteller von Whiskas, Ben's oder Milky Way verliert dadurch deutliche Marktanteile.
Edeka unterstreicht den Fight mit provozierenden Aktionen. Aktuell verkünden die Aktionsflyer von Deutschlands Supermarkt-Marktführer zum Beispiel: «Tschüss Mirácoli. Hallo Delverede». Will heissen: Die Mars-Pasta-Marke kann gehen – hier kommt die Eigenmarke.
Die höheren Preisforderungen von Mars liegen laut Recherchen der «Lebensmittelzeitung» «im deutlich zweistelligen Prozentbereich»; und die Retourkutsche des Detailhändlers betreffe ein Umsatzvolumen von über 300 Millionen Euro.

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