Dunkelheit nach Ladenschluss: Wie sich der deutsche Detailhandel vorbereitet

Die deutschen Detaillisten müssen ihren Strom- und Wärmeverbrauch senken. Auf Plakaten appellieren sie an die Kundschaft.

23.08.2022
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Aktuelles Plakat des Handelsverbandes Deutschland | Bild: PD Handelsverband
Der Handelsverband Deutschland setzt sich bei seinen Mitgliedern aus dem Detailhandel sowie bei der Kundschaft für aktives Energiesparen ein. Er sagt den ständig offenen Türen und einer übertriebenen Beleuchtung mit Plakaten den Kampf an.
Mit «schnellen Tipps zum Energiesparen» zielt der Verband der Detailhändler auf eine rasche Reduktion des Energieverbrauchs um 15 bis 20 Prozent in den kommenden Monaten.
Beispiele aus dem umfangreichen Dossier:
  • Licht aus in Bereichen, in denen sich keine Personen aufhalten. Gerade nach Ladenschluss sollte man die Beleuchtung abschalten.
  • Nach Ladenschluss PCs, Drucker, Kassen, Ausstellungsstücke, Screens, Kaffeemaschinen et cetera ausschalten. Zeitsteuerungen, Dämmerungsschalter, Bewegungsmelder und tageslichtgesteuerte Lampen installieren – damit lassen sich viele Kilowattstunden einsparen.
  • Jedes Grad Raumlufttemperatur weniger spart circa 6 Prozent Heizkosten.
  • Nach Ladenschluss hilft eine einfache Regelungstechnik, die Temperatur zu senken.
  • Nachfrage im Team, ob es weitere Möglichkeiten gibt, im Betrieb Energie zu sparen. Die besten Ideen kommen meist von den Angestellten.
Zudem wird die Kundschaft mit Plakaten darauf hingewiesen, dass geschlossene Türen und Dunkelheit nach Ladenschluss zur neuen Normalität gehören.
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