Heineken steigert Umsatz dank höherer Preise um 30 Prozent

Der Gewinn der Besitzerin von Eichhof, Calanda, Haldengut und Ziegelhof schrumpft 2022 um einen Fünftel auf 2,7 Milliarden Euro.

15.02.2023
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Brauereigebäude von Heineken in Amsterdam | Bild von: on Unsplash
Heineken warnte vor sechs Monaten vor einem schwierigen Jahr 2022. Und doch kann der holländische Brauereikonzern, der in der Schweiz mit den Marken Eichhof, Calanda, Haldengut und Ziegelhof die Nummer 2 am Markt ist, heute ein Umsatzplus von 30 Prozent für das Jahr 2022 vermelden.
Grund dafür sind Preiserhöhungen, die an die Kunden grossenteils weitergegeben werden konnten und zu Verkäufen in der Höhe von 35 Milliarden Euro führten. Der Nettogewinn hingegen sank um einen Fünftel auf 2,7 Milliarden Euro und konnte nur dank Sparmassnahmen in der Höhe von 1,7 Milliarden Euro erreicht werden.

Asien holt auf

Profitiert hat Heineken von starken Verkäufen in Südostasien, wo sich das Volumen um 30 Prozent auf 48 Millionen Hetkoliter erhöhte. Insbesondere stiegen die Verkäufe in Malaysia, Vietnam und Kambodscha, wie CEO Dolf Van Den Brink gegenüber dem Fernsehsender CNBC ausführte. Die Öffnung Chinas nach den vielen Covid-Lockdown Ende 2022 habe hingegen noch kaum Auswirkungen auf die Verkaufszahlen gehabt
Nur gerade um 5 Prozent legten die europäischen Märkte zu. Heineken verkaufte hier 81 Millionen Hektoliter – gut 30 Prozent des Gesamtvolumens von 260 Millionen Hektoliter.
Bei der Prognose für 2023 bleibt Heineken zurückhaltend. Weiter steigende Beschaffungspreise und eine hohe Inflation könnten die Rechnung auch dieses Jahr belasten. Den detaillierten Finanzbericht für 2022 veröffentlicht Heineken am 23. Februar.
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