Kinder sollen helfen, die Recykling-Branche zu verbessern

Die Empa plant mit der Pädagogischen Hochschule St. Gallen ein Kinderbuch zur Kreislaufwirtschaft.

10.03.2023
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Bild von: on Unsplash
Gehen den Erwachsenen die Ideen aus, wie eine Wirtschaft im Kreis laufen könnte? Und haben Kinder dazu vielleicht die besseren Ideen?
Um das herauszufinden, planen Forschende der Empa (ehemals Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) und der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG), mit Primarschülerinnen und -schülern «Visionen für eine nachhaltige Zukunft» zu entwickeln und in einem illustrierten Kinderbuch festzuhalten.
Zwar sage uns die Forschung, was wir für den Aufbau einer nachhaltigen Gesellschaft tun müssten: nämlich «den Ressourcenverbrauch auf die Tragfähigkeit des Planeten begrenzen, Materialien in der Technosphäre zirkulieren lassen und nachhaltige Stoffkreisläufe mit erneuerbarer Energie versorgen». Doch die Bedingungen, Wege und Möglichkeiten seien nicht sehr greifbar, so die Empa in ihrer Ankündigung.

Tausend Ideen statt tausend Einwände

«Wenn man Erwachsene nach Lösungen für die Zukunft fragt, bekommt man tausend Gründe, warum dieses oder jenes nicht funktionieren wird», sagt Harald Desing, Initiator des Projekts im «Technology & Society Laboratory» der Empa. Frage man hingegen Kinder, bekomme man tausend Ideen – so die Hoffnung.
Die Idee zum Kinderbuch kam dem zweifachen Vater während des Lockdowns. «Ich ärgerte mich, dass die Kinderbücher meiner Söhne fast ausschliesslich die Welt von gestern darstellten.» Darum sollen nun in Form eines Buchs «Vorstellungskraft, Offenheit und Kreativität der Kinder mit dem Wissen der Empa-Forschenden über biophysikalische Grenzen» kombiniert werden.

Material für den Schulunterricht

Im Frühling werden in gemeinsamen Workshops Kinder, Forschende und Bildungsfachleute ihre Visionen austauschen. Die Designerin und Künstlerin Maya Ivanova werde diese anschliessend in «eine visuelle Geschichte zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft» umsetzen. Damit das Kinderbuch in den Schulunterricht eingebunden werden könne, entwickelt die PHSG passendes Begleitmaterial.
«Wir wollen nicht die Zukunft vorhersagen, sondern Denkanstösse liefern», präzisiert Desing. Dabei könnten die Ideen der Kinder auch Impulse für die Forschung bringen.
Unterstützt wird das Projekt vom Schweizerische Nationalfonds (SNF), dem Haushaltsgerätehersteller V-Zug und dem Wirtschaftsverband SWICO.
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