Standortprobleme: Landi muss Deutschland-Start verschieben

Der überhitzte Immobilienmarkt macht der Fenaco-Tochter einen Strich durch die Rechnung.

30.05.2022
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Noch nichts für Deutschland: Belieferung eines Landi-Ladens   |   Bild: PD Fenaco
Der Name war schon gewählt, das Logo entworfen: «Ladenwelt». Unter dieser Marke wollten die Fenaco-Tochter Landi und die Genossenschaft ZG Raiffeisen aus Karlsruhe noch in diesem Jahr fünf Läden eröffnen. Es wäre eine erste vorsichtige Expansion des Detailhändlers mit dem grün-gelben Logo nach Deutschland gewesen.
Das wird es vielleicht auch, aber nicht in diesem Jahr.
Denn wie die «Handelszeitung» nun meldet, muss Landi noch zuwarten mit dem Schritt über den Rhein.
«Die Eröffnung der ersten Landwelt-Läden wurde auf 2023 verschoben», bestätigt das Unternehmen den Sachverhalt gegenüber der HZ: «Die Suche nach geeigneten Standorten, die unseren Bedürfnissen gerecht werden, nimmt mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich gedacht.»
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Grüngelb und gleicher Schritzug: Kommt Ihnen das Logo bekannt vor?
Denn: «Der Grundstück- und Immobilienmarkt zeigt sich derzeit überhitzt», wie Alexander Zengerle, Geschäftsbereichsleiter Märkte bei der ZG Raiffeisen, es formuliert. Man suche aber weiterhin nach Ladenlokalen in Baden-Württemberg, Südhessen und der Südostpfalz.
Die «Landwelt»-Shops sollen den deutschen Kunden dereinst einen «Sortimentsmix rund um Haus und Garten» bieten, basierend auf dem Konzept der Landi-Geschäfte.

Mehr Volumen, bitte

Vor zwei Jahren hatte die Fenaco bereits ein «Garden Center Plus» in Luxemburg eröffnet, um das Landi-Modell auf dem europäischen Markt zu erproben. Eine wichtige Absicht hinter dem geplanten Schritt nach Süddeutschland und der Zusammenarbeit mit der ZG Raiffeisen ist es, das Beschaffungsvolumen zu steigern.
Der 50-50-Joint-Venture-Partner wiederum, die ZG Raiffeisen, will mit dem «Landwelt»-Konzept seinerseits neue Märkte erschliessen.
  • Zum Thema: «Fenaco schuf letztes Jahr 300 neue Stellen».
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